"Jan van der Blom, Coexphal: "Genossenschaften wachsen"

Tomatenfläche Almeria gestiegen, Murcia abgenommen

Spanische Tomatenproduzenten werden sich in den kommenden Jahren mehr auf biologische Tomaten und Specialties richten. In Almeria ist die Biofläche in 2015 mit 25% gestiegen. Das berichtet Jan van der Blom von der Produzentenorganisation Coexphal aus Almeria auf der Tomato Conference in Antwerpen.

Export Almeria nimmt zu

Der Export von spanischen Tomaten zeigte im Jahr 2010 eine Abnahme, aber ist in den Jahren danach wieder gestiegen. Der wichtigste Abnehmer von spanischen Tomaten ist Deutschland. "Der Export von Tomaten ist in den Monaten Dezember bis April am höchsten. In dem Zeitraum ist Marokko der größte Konkurrent von Spanien. "Eine auffällige Entwicklung von 2010 bis 2015 ist, dass der Export aus Andalusien (Almeria) zugenommen hat. Bei Murcia sah man bis 2010 einen abnehmenden Trend, aber danach erholte er sich leicht. Auch der Export von Tomaten von den Kanarischen Inseln nimmt ab. Im Sommer importiert Spanien Tomaten, vor allem aus Portugal, Marokko und den Niederlanden.



Flächen
Die Tomatenfläche in Almeria beträgt um die 10.000 Hektar (2015). In Murcia liegt dies bei ca 2700 Hektar. 2005 waren es noch 4000 Hektar. Ungefähr 40% der Fläche besteht aus Strauchtomaten und ca 30% ist die klassische runde Tomate. Auf ungefähr 7% der Gesamtfläche werden Specialties angebaut. Bei speziellen Tomaten besteht das Problem mit der Kontinuität im Geschmack. Er betont, dass viele Daten, die er angibt, geschätzt sind, da der Informationsfluss nicht überall in Spanien transparent ist.


Jan van der Blom.

Genossenschaften werden größer
Jan van der Blom berichtet, dass das Versteigerungssystem in Spanien in den letzten Jahren stark zurückblieb. "Da sie nicht schnell genug mit den Entwicklungen mitwachsen, haben viele Erzeuger die Wahl getroffen, um Ihre Produkte über eine Genossenschaft zu vermarkten. Diese haben dadurch stark zugenommen. Beispiele sind Vicasol mit 730 Mitgliedern und einer Fläche von 1450 Hektaren. Einige Genossenschaften haben sich aufgeteilt in kleine Erzeugervereine, die unter die 'Muttergesellschaft' fallen. So hat der Erzeugerverband Murgiverde 4 Genossenschaften mit insgesamt 750 Mitgliedern und einer Fläche von 1400 Hektaren. Unica Group hat 9 Genossenschaften mit 2100 Hektar Gewächshäusern und 1000 Hektar Freilandproduktion."

Multi-Tunnel
Viele Produzenten nutzen immer noch die altmodischen Gewächshäuser des 'Almeria-Typs' für ihren Gemüseanbau. "Man sieht aber eine Verschiebung. Immer mehr Erzeuger investieren in Multitunnel."

Für mehr Information:

jvdblom@coexphal.es

Erscheinungsdatum:



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