Übersicht Weltmarkt Avocados

Die Welt Avocado Organisation hat den November zum Welt Avocado Monat gemacht. Die Niederlande haben ihr gesamtes Monatskapital für das Event angeboten, deswegen wird Amsterdam nun die "Avocado Hauptstadt der Welt." Wenn man sich weltweit die Trends ansieht, brauchen Avocados kaum Promotion. Die Nachfrage nach der Frucht steigt auf der ganzen Welt weiter an. Die Preise sind stabil und zeigen sogar einen leichten Aufwärtstrend. Von diesem Wachstum wollen viele verschiedene Länder profitieren, deswegen wird viel gepflanzt. Dennoch ist für den Sommer 2018 eine Promotion Kampagne in Europa geplant, bei der der Fokus vor allem auf Verkostungen liegen soll. 


Deutschland: November ist ein ruhiger Monat
In Deutschland dominieren Hass Avocados den gesamten Markt. Zurzeit wird das Produkt vor allem aus Chile, Peru und Südafrika importiert. Hier und da stammen sie auch aus Mexiko und Kolumbien. Die Großhandelspreise sind ziemlich stabil; sie schwanken zwischen 14 und 16 Euro pro 4 kg Kiste.

Händler geben zu, dass der November, was die Nachfrage angeht, ein eher ruhiger Monat im Vergleich zum September und Oktober ist. Der übersättigte Markt führt dazu, dass die Preise graduell sinken. 
 
In Deutschland nimmt die Beliebtheit von Avocados immer weiter zu. Der Pro-Kopf-Konsum ist in den letzten zwei Jahren jährlich von 250 auf 640 Gramm gestiegen. Allerdings ist das noch immer deutlich weniger als in den Nachbarländern. In Frankreich liegt der Pro-Kopf-Konsum bei 1,6 kg pro Person pro Jahr. In den Niederlanden und Skandinavien sind es sogar etwa 2 kg. Außerdem werden Bio-Avocados immer beliebter und die Nachfrage steigt kontinuierlich an.

Mexikanische Exporte rückläufig
Mexiko hat zwischen Januar und Oktober dieses Jahres 722.000 Tonnen Avocados exportiert. Im Vorjahr waren es zur gleichen Zeit etwa 784.000 Tonnen, was 10% mehr sind. Dieser Rückgang wirkt sich auf alle Exportmärkte, vor allem aber die USA, Japan, Kanada, Europa und Zentralamerika, aus.

Die mexikanischen Exporte nach China, Japan und Europa wurden für einige Monate eingestellt. In Folge dessen haben andere Produktionsländer ihre Chance ergriffen. Ein Händler sagt, dass unter anderem Peru und Chile die Märkte mit "viel besseren Preisen" übernehmen. Er sagt, dass die Entwicklung und die Zahlen, die damit einhergehen, vom mexikanischen Sektor genau aufgezeichnet werden müssen. Mexiko muss sich alle Faktoren, durch die das Land weniger wettbewerbsfähig wird, genau ansehen, da es "die dominante Marktposition mexikanischer Hass Avocados auf dem Weltmarkt weiter erhalten möchte."

Auch Kolumbien ist ein starker Konkurrent auf dem US Markt. In den kommenden Jahren wird das Land, wie auch Peru und Chile, immer stärker mit Mexiko konkurrieren.

Kolumbien: ein aufsteigender Stern auf dem Avocado Markt
Die ersten kolumbianischen Exporteure haben die Verhandlungen über Exporte nach Asien begonnen, wobei die ersten Ladungen an China gehen sollen. Im Endeffekt wollen die Exporteure auch andere Länder des Kontinents wie Malaysia, Japan und Südkorea beliefern. Einem Exporteur zufolge sind die kolumbianischen Avocados mexikanischen Avocados sehr ähnlich, die zurzeit noch am beliebtesten in Asien sind. "Das verschafft uns einen großen Vorteil gegenüber peruanischen und chilenischen Avocados", sagt ein Exporteur. Das Land ist bereit; das Interesse der chinesischen Importeure wurde geweckt und es bleibt nur noch abzuwarten, bis die chinesische Regierung die letzten Verifizierungsschritte in die Wege leitet.

Das Land konzentriert sich traditionell auf den Export auf europäische Märkte wie Spanien, Frankreich, die UK, Deutschland und die Niederlande. In den letzten Jahren ist die Produktion gestiegen und der Aufwärtstrend wird auch in den kommenden Jahren weiter anhalten. Daher freuen sich die Exporteure über neue Märkte. Außerdem wurden in diesem Jahr zum ersten Mal Avocados nach Dubai exportiert. Es war nur eine kleine Menge von 24 Tonnen, aber der Exporteur sieht diesem Markt optimistisch entgegen. Der Mittlere Osten wird zu einem immer wichtigeren Exportziel. Kolumbien hat junge Avocado Bäume auf einer Fläche von etwa 15.000 Hektar, die noch nicht voll produktiv sind. Die Hochsaison wird zwischen Oktober und Dezember sein.

Peru will Wachstum fördern
Wegen der weltweit steigenden Nachfrage nach Hass Avocados, hat sich auch die Produktion in den letzten Jahren gesteigert. Den aktuellen Zahlen zufolge werden jährlich etwa 1.500 Hektar Hass Avocados in Peru angebaut. Die Anbaufläche beträgt 28.000 Hektar, von der ein großer Anteil junge Bäume sind. Die Fläche wird noch weiter wachsen, weshalb tendenziell immer mehr exportiert wird. Zurzeit wird vor allem in Olmos, in Lambayeque, neu gepflanzt. Trotz der Angst vor Schäden durch El Niño werden in diesem Jahr 230.000 Tonnen exportiert werden. Es ist noch zu früh, um über die nächste Saison zu sprechen, aber die Prognosen sprechen von einem 15%tigen Produktionsanstieg im Vergleich zum letzten Jahr.

In diesem Jahr haben sich die Exporte nach China im Vergleich zu 2016 verdoppelt und für die kommende Saison werden sie sich voraussichtlich wieder verdoppeln. Außerdem wird am Marktzugang auf den südkoreanischen Markt gearbeitet. Der US Markt macht diese Saison 25% der Exporte aus, während er normalerweise nur 20% der Produktion absorbiert. Außerdem wurden zum ersten Mal Avocados nach Indien exportiert.

Chile setzt auf China
In der Saison 2016/2017 lagen die chilenischen Exporte nach China bei 13.000 Tonnen. Das bedeutet, einem Exporteur zufolge, dass Chile Mexiko als größter Anbieter überholt hat. Vor ein paar Jahren waren Avocados in China noch nicht bekannt, aber die Nachfrage ist enorm gestiegen. Den Berechnungen eines Exporteurs zufolge wird Chile im nächsten Jahr 18.000 Tonnen nach China exportieren.

Costa Rica öffnet Grenze nach Mexiko
Die Probleme des mexikanischen Avocado Angebots werden bald gelöst sein. Seit Mai 2015 hat es keine mexikanischen Hass Avocados gegeben. Costa Rica hatte seine Grenze nach Mexiko aus Angst vor der Sonnenfleckenkrankheit geschlossen. Das Land schloss die Grenze aber auch für die USA, Australien, Spanien, Ghana, Guatemala, Israel, Südafrika, Bolivien und Venezuela. In den vorliegenden Protokollen, fragt Costa Rica nach einer Garantie, dass die Avocados nicht aus einer Risikoregion stammen. Außerdem müssen die Produkte im Herkunftsland inspiziert werden.

Dominikanische Republik führend bei grünen Avocados
Obwohl die Insel eine große Produktion hat, ist sie nicht unter den Top Ten der größten Exporteure. Die Produktion wird nämlich zum Großteil auf dem lokalen Markt verkauft. Dabei haben grüne Avocados einen Anteil von 85% an der Produktion. Folglich hat die Dominikanische Republik eine wichtige Position auf dem amerikanischen Markt, obwohl dieser zu 96% von Hass Avocados dominiert wird. Es gibt allerdings einen Markt für grüne Avocados an der Ostküste, wo die meisten Immigranten aus der Karibik leben. Die Dominikanische Republik hat einen 98%tigen Anteil am US Markt, wenn es um grüne Avocados geht. Von März an befindet sich das Land in einer Monopolstellung, weil die Saison in Florida dann zu Ende ist.

USA: riesige Nachfrage während der Football Saison
Es gibt ein gutes Angebot an mexikanischen Avocados. "Chile und Peru sind noch nicht auf dem Markt, deswegen wird Mexiko bis Anfang 2018 der einzige Anbieter bleiben", sagt ein Importeur. Seinen Schätzungen zufolge gibt es zurzeit mehr Avocados auf dem Markt als zur selben Zeit des Vorjahres. Das liegt unter anderem an der Expansion der Anbaufläche. Jedes Jahr werden 65.000 bis 85.000 neue Avocado Bäume in Mexiko gepflanzt, so der Importeur. Die Nachfrage nach der Frucht bleibt während der Football Saison extrem hoch. Es können noch etwa 18.14 Millionen Kilo Avocados auf den Markt geliefert werden.

Die Hass Avocados Ernte in Kalifornien war enttäuschend, wodurch mehr Platz für peruanische Avocados entstanden ist.

Australien korrigiert Prognose nach unten
Die Prognosen gaben zunächst an, dass die Produktion 75.000 Tonnen erreichen würde. Diese Zahl wurde nun jedoch nach unten korrigiert, da der frühe Start der Sturmsaison sich negativ auf die Ernte ausgewirkt hat. Avocados Australia erwartet in den kommenden Monaten ein stabiles Angebot. Die Mengen könnten im ersten Quartal des Jahres zurück gehen. Durch die steigende Nachfrage werden die Preise voraussichtlich jedoch nicht fallen.

Neuseeländischer Sektor verzeichnet massives Wachstum
Der Wert des neuseeländischen Sektor ist in den letzten Jahren auf 200,3 Millionen Dollar angestiegen. Vor einem Jahr waren es noch 133,9 Millionen gewesen. Die Produktion liegt bei 7,8 Millionen 5,5 Kilo Schalen, sprich 43.375 Tonnen. Davon werden 4,7 Millionen exportiert und 2,1 Millionen Schalen auf dem lokalen Markt verkauft. Die Exporte werden in den kommenden Jahren voraussichtlich steigen, da Neuseeland und China ein Handelsabkommen unterschrieben haben und die ersten Export Protokolle entworfen wurden. Allerdings bleibt das Nachbarland Australien mit insgesamt 3,9 Millionen Schalen der wichtigste Exportmarkt. In Asien liegen die wichtigsten Zielmärkte in Japan, Südkorea, Singapur und Thailand.

Die Avocado Plantagen in dem Land kosten sehr viel und das Land wird für Neuanpflanzungen reserviert. Der Trend zeigt sich vor allem im Norden des Landes.

Kenia: von Kaffee zu Avocados
In Kenia wird viel Geld in den Avocado Anbau investiert. Die Kaffee und Tee Plantagen werden in Avocado Farmen umgebaut. Die Bauern haben kein Problem, die Bäume und Setzlinge zu beschaffen. Die Herausforderung ist es, zur richtigen Zeit zu ernten und die Kühlkette nicht zu unterbrechen.

Südafrika hofft auf die nächste Saison
Die letzte Saison ist für südafrikanische Exporteure mit 11 Millionen exportierten Kisten nicht sehr gut verlaufen. Der Markt war gut, aber die Mengen waren so klein, dass kaum Profit gemacht werden konnte. Dieses Jahr war ein sogenanntes "Off Year", was kleinere Mengen bedeutet. Die Dürre im Land machte die Situation noch schwieriger. Das nächste Jahr wird wieder ein "On Year" sein, sodass es eine größere Ernte in Südafrika geben wird. Die Prognosen deuten auf Mengen von 15 bis 16 Millionen Kisten. Noch hat die neue Ernte nicht begonnen und die Bauern hoffen darauf, dass sich bis dahin keine Naturkatastrophen ereignen werden. Außerdem wird noch immer viel in die Expansion der Anbaufläche investiert. Ein größerer Produzent wird seine Anbaufläche in den nächsten vier bis fünf Jahren voraussichtlich jährlich um 200 bis 300 Hektar erweitern. 

Marokko will auf Weltmarkt Fuß fassen
Das nordafrikanische Land ist nicht das erste, an das man denkt, wenn es um Avocados geht. Die Saison geht von Januar bis April. "In diesem Jahr sind wir optimistisch, dass Qualität und Volumen gut sein wird", sagt ein Bauer. Es gibt einige Herausforderungen. In manchen Teilen des Landes hat es nicht genug geregnet, während in anderen Regionen der Frost der Ernte zu schaffen machen könnte. Durch die große Konkurrenz ist es schwierig, auf dem Weltmarkt Fuß zu fassen.

Israel erwartet kleinere Mengen 
Die Saison ist noch nicht in vollem Gange. Zuerst hat die Produktion von grünen Avocados begonnen, dann werden kleinere Mengen Hass Avocados folgen. Von Januar an werden beide Sorten vollständig verfügbar sein. The Ettinger wird zurzeit für 5 Euro auf dem Markt verkauft. Vor einem Jahr lag der Preis im gleichen Monat bei 7 Euro. Mit Ankunft der Pinkerton wird der Preis jedoch auf mindestens 10 Euro ansteigen, so ein Exporteur.

Spanien erwartet stabile Mengen, aber größere Kaliber
Der spanische Sektor erwartet eine ähnliche Produktion wie im letzten Jahr, sprich zwischen 45.000 und 50.000 Tonnen. Die Kaliber sollen in diesem Jahr allerdings größer ausfallen. Die Fuerte Saison hat mit hohen Preisen geendet. Die Hass Ernte wird in wenigen Tagen beginnen.

Zurzeit importieren Händler die Avocados aus Chile, Mexiko und Kolumbien. In den letzten Jahren ist Kolumbien zu einer wichtigen Größe geworden, nachdem verschiedene Länder in den Anbau vor Ort investiert hatten. Die Preise sind dieses Jahr gut und stabil. In den kommenden Wochen wird die Nachfrage voraussichtlich steigen, da die Feiertage näher rücken. In den kommenden Jahren wird es ein immer größeres Wachstum auf dem Markt geben und Avocados werden, genau wie Äpfel und Orangen, zur Massenware werden. "Ich habe ein enormes Wachstum der Verkäufe nach Italien, Frankreich und Belgien vermerkt", sagt ein Exporteur.

Niederlande: ganzjähriger Avocado Wahn, aber Dezember bester Verkaufsmonat
Obwohl der Avocado Wahn das ganze Jahr über anhält, ist der Dezember noch immer der beste Verkaufsmonat für die Frucht. In den letzten Monaten hat der Markt eine ziemlich stabile Entwicklung verzeichnet, die in den kommenden Wochen voraussichtlich anhalten wird. Das ist vor allem der Fall, wenn Chile den Markt verlässt. Für die kleineren Größen liegen die Preise derzeit bei etwa 13,50 Euro und die größeren Kaliber werden für 14,50 Euro verkauft.

Während die chilenische Avocado Saison in etwa einem Monat zu Ende gehen wird, haben Kolumbien und Spanien gerade erst begonnen. In diesem Jahr werden größere Mengen aus Kolumbien nach Europa verschifft werden. In Spanien wird die Ernte nicht sehr groß sein. Einem Importeur zufolge ist auch die Qualität in Kolumbien besser geworden, weshalb die Produkte das Potential haben, bald eine wichtige Rolle auf dem Avocado Markt zu spielen.

Belgien: hohe Avocado Preise
Zurzeit sind die Avocado Preise in Belgien ziemlich hoch. Im September waren sie etwas niedriger. Zurzeit kosten Avocados pro Kiste etwa 12-14 Euro. Die Qualität scheint nicht perfekt zu sein. Ab und zu gibt es einige Ladungen aus Chile, die qualitativ nicht so gut sind, obwohl dies nur kleine Mengen betrifft. 

Zurzeit gibt es ein kleines Angebot aus Spanien, Kolumbien und Mexiko. Die meisten Avocados kommen aus Chile. Ein Händler berichtet, dass die Nachfrage und das Angebot über die Feiertage ziemlich stabil sein sollte, wenn nichts unerwartetes passiert. Die Preise werden daher quasi gleich bleiben. Allerdings gibt es einen Mangel an grünen Avocados, da ihr Preis noch höher ist. Folglich werden zurzeit mehr Hass Avocados nach Belgien importiert.

Kleine Nachfrage in Russland
Die Nachfrage nach Avocados ist zurzeit ziemlich niedrig, so ein Importeur. Die Importe stammen aus Kenia und anderen afrikanischen Ländern, aber es hat in der Vergangenheit einige Qualitätsprobleme gegeben. Es wird auch aus Israel importiert, wo die Qualität besser, die Saison jedoch kürzer ist. Zurzeit befinden sich viele Russen im "Survival Mode", weil die wirtschaftliche Lage im Land schwierig ist, da der Winter begonnen hat und das Thermometer immer weiter fällt.


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