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Übersicht Weltmarkt Heidelbeeren

Durch das frühzeitige Ende der europäischen Saison konnte Südafrika den Export auf den Kontinent vergrößern. Das war dringend notwendig, denn die Produktion im Land ist stark gestiegen und das setzte die Preise unter Druck. In Europa ist man über die argentinischen Heidelbeeren zufrieden, aber macht man sich über die Qualität aus Peru Sorgen. Das ist nicht der Fall unter den amerikanischen Importeuren, bei denen die Eiinfuhrmengen aus Peru zunehmen. Argentinien hatte eine gute Saison und berichtet über hohe Exportziffern.

Deutschland: Nachfrage nach Handel aus Übersee nimmt zu
In Deutschland werden derzeit die Heidelbeeren aus Übersee am meisten verkauft. Diese Partien kommen hauptsächlich aus Südamerika, vor allem Argentinien und Peru. Die Preise für diese Beeren liegen zwischen 12 und 14 Euro pro Kilo gegenüber 8 bis 10 Euro/kg für Heidelbeeren aus Europa. Händler bestätigen, dass die Nachfrage momentan befriedigend ist und im Vergleich zu den letzten Jahren durchschnittlich. Verglichen mit der Sommersaison scheint die Nachfrage nach Heidelbeeren beim deutschen Konsumenten etwas abgenommen zu haben.

Südafrika nimmt starken Anstieg im Volumen wahr
Die Ernte begann im Juni. Die Erzeuger setzen auf die Marktlücke, die zwischen Kw 37 und 47 herrscht, was bedeutet, dass der Export noch eine Weile weitergeht. Die Gesamtproduktion für die Saison 2017/2018 steht bei 10.000 bis 11.000 Tonnen. Das ist ein extremer Anstieg von 5.869 Tonnen, die in der Saison 2016/2017 geerntet wurden. Der Export lag im letzten Jahr bei 4.154 Tonnen. Für die jetzige Saison wird mit einem Export von 8.000 Tonnen gerechnet.

Produzenten berichten, dass das größere Volumen deutlich mit einem Druck auf die Preise zusammenfällt. Obwohl die offiziellen Daten über die Fläche für das nächste Jahr mit 1.598 Hektar stabil bleiben, ist laut manchen Experten die Grenze von 2.000 Hektar bereits überschritten. Die neue Anpflanzung ist vor allem im Norden des Landes zu finden, wo die Beeren angebaut werden können, dank der 'low chill' Sorten. Traditionell befindet sich der Anbau im Süden und Westen der Kap-Region.

Der Großteil des Exportes ist für das Vereinigte Königreich bestimmt, ca. 60 Prozent des Exportes. Danach folgt die EU mit 30 Prozent der Ausfuhr. Afrika (6%), Asien (3%) und der mittlere Osten (1%) formen kleinere Märkte. Dank des frühen Endes der europäischen Saison gab es eine gute Nachfrage nach den Beeren.



Argentinischer Heidelbeerexport steigt
Der Export von Heidelbeeren aus Argentinien ist in der Periode bis Kw 40 mit 35 Prozent im Gegensatz zum Vorjahr gestiegen. Das Land exportierte 4.234 Tonnen der Beeren gegenüber 3.121 Tonnen in demselben Zeitraum in 2016.

Den Wachstum sieht man in sowohl Luftfracht als auch Seefracht. Die erste Kategorie stieg von 2.849 Tonnen auf 3.383 Tonnen, ein Anstieg von 18 Prozent. Für Seefracht steht die Wachstumsziffer bei 213 Prozent, was einem Anstieg von 272 Tonnen auf 851 Tonnen gleich kommt. "Als Erzeuger haben wir eine bessere Planung und dadurch eine bessere Saison", berichtet ein Produzent. Nach der Situation im letzten Jahr, packt der Sektor es mit verschiedenen Veränderungen auf dem Gebiet von Produktion, Logistik und Vertrieb anders an. So richtet man sich zum Beispiel mehr auf Seefracht anstatt Luftfracht.

Exporteure sehen gute Möglichkeiten für diese Saison, wenn man die Situation der Nachbarländer im Auge behält. "In den letzten Wochen exportiert Peru mehr in die VS, nachdem sie erst den Export nach China bevorzugten", erklärt ein Exporteur. Chile scheint bei der Prognose weniger gut abzuschneiden. "Das ist sehr wichtig, denn wir sind über die Preise für die Wochen 48, 49 und 50 optimistisch."

VS: Peru fordert einen größeren Marktanteil
Mit dem Ende der inländischen Saison schaltet der Markt auf Import aus Südamerika und Mexiko um. Momentan ist hauptsächlich Import aus Argentinien und Peru und in minderem Maße aus Mexiko verfügbar, so ein Händler. Erwartungsgemäß wird sich das verfügbare Volumen aus Peru und Chile in den nächsten Wochen erhöhen. "Im Allgemeinen sind größere Mengen aus Südamerika verfügbar", berichtet ein Händler. Er teilt mit, dass sowohl Argentinien als auch Peru in dieser Saison 20 Prozent Wachstum verzeichnen.

Vor allem Peru scheint auf dem amerikanischen Markt eine immer dominantere Rolle zu spielen. Das Land profitiert von der Versorgungslücke, die zwischen der argentinischen und chilenischen Saison im Dezember entsteht. Gerade in diesen Wochen wird Peru mehr schicken, erwartet ein Importeur.

Die Nachfrage nach Beeren ist gut und dadurch liegen die Preise etwas höher als im letzten Jahr. Die Untergrenze liegt bei ca. 20 Dollar FOB, aber kann bis auf 30 Dollar ansteigen. Mit Thanksgiving und den Feiertagen im Dezember vor der Tür, wird die Nachfrage nach Heidelbeeren steigen, so erwartet ein Händler.

Niederländischer Handel zufrieden mit Importobst
Die Saison in Nord-Europa ist vorbei. Es gibt noch kleinere Mengen, hauptsächlich aus Polen, aber qualitativ sind diese, einem Importeur zufolge, 'mega-schlecht' die 'gehören sie nicht mehr auf den Markt'.

Das Angebot kommt jetzt aus Südafrika, Argentinien, Peru und ein wenig aus Uruguay. Vorletzte Woche waren die Preise sehr hoch, aber vorige Woche sind sie gefallen. "Das ist eine eigenartige Situation, da eigentlich kein Mangel herrscht", so ein Händler. Die 'Schuld' der niedrigeren Preise liegt bei Peru, gibt der Importeur an: "die Beeren sind nicht gut". Früher kauften die Einzelhändler eigentlich alle Beeren, die verfügbar waren, aber das hat sich inzwischen geändert. Konsumenten wissen, was sie von Heidelbeeren erwarten und akzeptieren keine schlechte Qualität mehr.

Die Saison in Argentinien find in Kw 37 an. "Für eine Sorte ist die Qualität nicht so gut, aber der Rest ist prima in Qualität. Alles, was eingeflogen wird, ist gut", fasst er die Situation zusammen. Peru startete mit Luftfracht, aber inzwischen kommen auch Container an. "Die Qualität aus Peru ist sehr enttäuschend. Die Beeren sind weich und geschmacklos", bemerkt ein Importeur. "Es wird echt zu einem Problem, jeder weiß es und es herrscht Unruhe auf dem Markt. Hierdurch sind die Beeren aus Argentinien beliebter."

Die erst Luftsendung aus Uruguay kam in Kw 40 an. Es sind kleine Volumen, aber es sind auch einige Container unterwegs. "Qua Geschmack sind sie denen aus Argentinien sehr ähnlich und ich sehe keinen extremen Dinge", erklärt der Importeur. Die südafrikanische Saison begann in Kw 37/38. Zum Start waren die Preise hoch, aber 'das Produkt war perfekt'. Die Preise sind immer noch höher als für das südamerikanische Produkt.

Hohe Nachfrage trotz haushoher Preise in Israel
Die hohen Preise für Heidelbeeren haben den israelischen Konsumenten nicht abgeschreckt. In den letzten drei Jahren ist der Verkauf stark gestiegen. Der Preis kann bis auf 25 Euro pro Kilo ansteigen, wobei der Durchschnittspreis um die 20 Euro/kg schwankt. Die importierten Tiefkühl-Heidelbeeren gehen für 10 Euro pro Kilo über den Tresen. Obwohl die Nachfrage nach Tiefkühlprodukt hoch ist, bevorzugen die Konsumenten doch die frische Variante.

Der große Preisunterschied mit anderen Ländern kommt vor allem durch die Kluft zwischen der steigenden Nachfrage und dem unzureichenden inländischen Produkt. Nur ein paar Regionen in Israel sind für den Anbau von Beeren geeignet. Nur im Norden des Landes auf größerer Höhe kühlt es genügend ab und ist die Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen klein. Es wurde viel in die Entwicklung von Sorten, die für das Klima geeignet sind, investiert, aber die Untersuchungen sind noch im Gange und wird es in den kommenden fünf Jahren keine Veränderung verursachen.

Neue Anbautechniken sind eine neue interessante Option für Erzeuger, um die Produktion zu erhöhen, zum Beispiel der Anbau auf Substrat in Räumen mit kontrolliertem Klima. Einen Produzenten auf der Golanhöhe zufolge werden hiermit in der nahen Zukunft Teste durchgeführt. Hierbei wird auf den Erdbeeranbau hingewiesen, wobei es gelungen ist, den Anbau in Gewächshäusern unterzubringen und damit die Produktion zu erhöhen.

Australischer Markt bleibt gut
Wo die Anbaugebiete im Süden nicht vor Dezember mit der Ernte anfangen, sind die nördlichen Produktionsgebiete seit Juni auf dem Markt. Hierbei handelt es sich um Queensland und dem Norden New South Wales. Trotz des Regens der letzten Wochen ist der Markt für Heidelbeeren gut. Händler melden, dass es eines der erfolgreicheren Produkte der letzten Monate ist.

Daten der Australian Blueberry Growers Association zufolge werden jährlich 4.500 Tonnen Heidelbeeren angebaut. Davon wird 75 Prozent frisch auf dem Inlandsmarkt vertrieben, geht 15 Prozent an den Export nach Asien und Europa und findet 10 Prozent seinen Weg zur Industrie. Die Produktion breitet sich schnell aus und Produzenten halten ihre Ohren und Augen geöffnet, um neue Absatzmärkte zu finden. Ende 2015 bekamen australische Beeren Zugang zum indischen Markt.

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