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Türkische Apfelproduktion ist groß im Kommen

Obwohl es nicht besonders viele türkische Erzeuger gibt die sich an der kommerziellen Produktion von Äpfeln beteiligen, scheint der Sektor sich zu vergrößern. Zu Beginn der Frühjahrs-Saison waren Äpfel das beliebteste Obst auf dem türkischen Markt und werden diese Position auch noch bis zum Sommer inne halten. Die meisten Äpfel stammen von heimischen Erzeugern, importierte Äpfel sind nur sehr schwer zu finden.

Große Produzenten versorgen normalerweise sowohl den einheimischen als auch ausländischen Markt, während einige Exportbetriebe sich auf die Lebensmittel kleinerer Obstbauern verlassen. "Die Apfelproduktion in der Türkei wird immer größer," so Aysel Oguz von Anadolu Etap. "Erzeuger interessieren sich für neue Sorten. Im Moment ist die Türkei ein Teil der Top Fünf der Länder mit Apfelproduktion, mit einem Volumen von 3,9 Millionen Tonnen."




Laut Oguz ist Anadolu Etap einer der größten Apfelproduzenten der Türkei. "Unsere Obstbäume erreichen so langsam die volle Reife, daher erwarten wir einen Ertrag von über 30.000 Tonnen." Die Türkei ist einer der drei Länder mit dem höchsten Apfelkonsum. Der durchschnittliche türkische Konsument isst jährlich ungefähr 123 Kilogramm, weit mehr als der weltweite Durchschnitt von 74 Kilogramm. Die Sorten Fuji und Pink Lady wurden vor einigen Jahren auf dem dortigen Markt vorgestellt und erfreuen sich großer Beliebtheit. 

"Ein großer Teil des Erfolges dieser neuen Sorten hat mit den sozialen Medien zu tun. Wir haben ebenfalls einen beträchtlichen Arbeitsaufwand im Bereich der Werbung, wir veranstalten, zum Beispiel, Verkostungen im Einzelhandel. Türkische Konsumenten kaufen ihre Früchte entweder im Supermarkt oder auf dem örtlichen Basar. Traditionelle Märkte wie Basars sind nach wie vor ein wichtiger Absatzmarkt bei der Distribution in der Türkei. Allerdings haben die neusten Trends, wie bereits geschnittene Lebensmittel, die Türkei noch nicht erreicht," erklärt Oguz.



Die Preise sind zu Beginn der Saison meist niedriger und steigen dann bis zum Ende der Wintermonate an. Die Türkei exportiert ihre Äpfel zu großen Teilen in Nachbarländer, den Nahen Osten, Indien, Afrika und Asien. Der wichtigste Markt für die Lebensmittel war bisher Russland, besonders nach dem russischen Embargo gegenüber dem Handel mit Europa. Allerdings, aufgrund von politischen Unstimmigkeiten zwischen den Ländern, ist der Handel zwischen den beiden Ländern ebenfalls geschwächt.



"Ich hoffe wirklich, dass sich die Beziehung zwischen den beiden Staaten wieder verbessert und wir wieder Äpfel nach Russland verkaufen können. Gerade gibt es nur eine kleine Anzahl von Produkttypen die wir dort hin exportieren dürfen - Äpfel sind nicht darunter."

Der Handel mit Asien könnte eine vielversprechende Alternative sein, obwohl der Export von Lebensmitteln nach Fernost seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt. "Die Vermarktung von Äpfeln nach Asien ist kompliziert, das liegt an fehlenden Richtlinien in manchen Regionen. Die türkische Regierung arbeitet jedoch an einer Verbesserung und hoffentlich werden wir bald in der Lage sein unsere Produkte anständig nach Asien zu liefern," erklärt Oguz.



Die Logistik ist immer ein großes Thema, besonders während der Hochsaison oder um nationale Feiertage herum. Nichts desto Trotz, da Handel mit asiatischen Märkten immer wichtiger wird, erwartet Oguz eine Verbesserung der Exportmöglichkeiten mit besseren Routen nach Fernost.

"Außerdem erwarten wir neue Initiativen um den türkischen Apfelsektor in der Zukunft zu organisieren. Es gibt bereits ähnliche Gruppierungen bei Zitrusfrüchten und Haselnüssen."



Die fehlende Organisation bedeutet erschwert die Weiterentwicklung des Sektors. Das Land ist inzwischen der weltweit viert größte Produzent. Türkische Erzeuger und Exporteure spielen auch in anderen Sektoren eine wichtige Rolle, zum Beispiel bei Mandarinen, Zitronen, Kirschen, Trauben und Aprikosen. Mit einer besseren Organisationsstruktur könnten die Sektoren deutlich verbessert werden.

Anadolu Etap wurde im Jahr 2009 als ein gemeinsames Projekt der türkischen Firma Özgörkey Holding und der brasilianischen Firma Cutrale Group gegründet. Im Moment bezieht Anadolu Etap Lebensmittel von sieben Erzeugern aus den türkischen Regionen Canakkale, Balikesir, Denizli, Konya, Mersin, Adana und Urfa. 



Die gesamte Anbaufläche der sieben Höfe beträgt 2.500 Hektar. Der Betrieb hat außerdem drei Weiterverarbeitungsbetriebe, sowie eigene Verpackungsanlagen. Die Hauptprodukte der Firma sind Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen, Kirschen, Äpfel, Birnen und Granatäpfel.

Anadolu Etap baut Äpfel auf dem Hof der Firma in Balikesir an, mit einer Fläche von 1.000 Hektar - die größte Anbaufläche des Landes für Äpfel. Der Betrieb hat außerdem den größten Hof mit Anbau von Bio-Äpfeln in Konya, mit 150 Hektar Fläche.

"Türkische Äpfel halten einen angemessenen Teil des Marktes in Asien, Indien und dem Nahen Osten inne. Wir glauben, dass türkische Äpfel sich in naher Zukunft an großer Zufriedenheit in diesen Märkten erfreuen können," sagt Oguz abschließend.


Für weitere Informationen:

Aysel Oguz
Anadolu Etap
Tel 0090-324-221-59-61
Email aysel.oguz@anadoluetap.com
www.anadoluetap.com


Erscheinungsdatum: 20.03.2017

 


 

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