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Übersicht Weltmarkt Erdbeeren

Erdbeeren bleiben die unumstrittenen Sommerkönige. Trotz aller Bemühungen, um ganzjähriges Angebot bereitzustellen, liegt der Höhepunkt in der Nachfrage immer noch in den Sommermonaten. In Nordeuropa fiel das Frühlingswetter in der letzten Woche zusammen mit hohen Temperaturen im spanischen Huelva. Marokko und Israel beenden in den kommenden Wochen Ihre Saison. Beide Länder können zufrieden zurückblicken, obwohl die Nachfrage nach marokkanischen Erdbeeren nicht so gut war. In Frankreich, Belgien und Holland sind die ersten inländischen Erdbeeren wieder verfügbar. In der VS profitieren die Produzenten in Kalifornien vom guten Wetter. Die Produktion steigt und der Markt ist günstig.

Früher Start der französischen Saison
In der Dordogne ist die erste Ernte aus dem Gewächshaus auf dem Markt. Ein Erzeuger berichtete, seit Anfang des Monats bereits 3 Tonnen geerntet zu haben. Die Saison fing einige Woche früher als gewöhnlich an. Es gibt eine gute Nachfrage nach diesen frühen Erdbeeren und die Region kan die Erdbeeren gleichzeitig mit den Saisons in Lot-et-Garonne und der Bretagne liefern. Schon seit zehn Jahren steht die Dordogne auf dem zweiten Platz, nach Lot-et-Garonne, dem größten Erdbeerdepartement. Den Schätzungen zufolge wird diese Saison 45.000 Tonnen geerntet. Das ist vergleichbar mit dem letzten Jahr. Auf die Freilandproduktion muss man noch ein wenig warten. Ende des nächsten Monats wird die Saison beginnen.

Traditionell beginnt die Erdbeersaison Ende April, aber dieses Jahr war es zwei Monate früher. Das warme Wetter wirkte sich positiv auf den Wachstum der Erdbeeren aus, aber auch die Anbaumethode und Sorte sind hierbei von Bedeutung.



Sommerliche Temperatur treibt spanische Produktion an
Letzte Woche stieg die Temperatur in Teilen von Huelva bis zu 28 Grad Celsius. Diese ungewöhnlich hohe Temperatur verschnellert die Produktion. Infolgedessen gab es letzte Woche mehr Angebot, was eine direkte Preissenkung von 10 bis 15 Prozent zur Folge hatte. Inzwischen ist die Temperatur wieder gesunken und wird mehr Regen erwartet. Man erwartet, dass das Volumen in dieser Woche gleich dem vor zwei Wochen ist. März ist ein wichtiger Monat für die spanischen Erzeuger. In diesem Monat können sie von einem hohen Marktanteil profitieren. Italien und Frankreich sind dann noch nicht auf dem Markt. Den letzten Daten zufolge belegt die Erdbeerfläche in Huelva nun 5.400 Hektar. Sie steht allerdings immer noch unter Druck. Die Erdbeere verliert Platz an die Heidelbeeren und Himbeeren. Diesen Trend sieht man seit 2014 und ist eine Folge einer Anzahl schlechter Saisons hintereinander. Ursache davon war eine Überproduktion und folglich niedrige Preise.

Italien befürchtet Überschneidung Saison
Den Statistiken zufolge gaben italienische Familien im letzten Jahr durchschnittlich 14,40 Euro aus, um 4,14 Kilo Erdbeeren zu kaufen. Die Fläche hat in diesem Jahr mit 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen und liegt nun bei 3.640 Hektaren. Davon ist 144 Hektar im Nordwesten (Piemont), 551 Hektar im Nordosten (Emilia Romagna und Veneto), 2.224 Hektar im Süden (Basilicata, Campagna, Kalabrien und Sizilien) und 488 Hektar in den restlichen Regionen. Zwischen 2009 und 2017 stieg der Anteil von Basilicata in der Produktion von 14 auf 24 Prozent.

Beliebte Sorten unter den Erzeugern sind, abhängig von der Region, Sabrosa, Melissa, Marisol, Sabrina, Nabila, Fortuna und Camarosa. Ca. 88 Prozent des Exportes bleibt innerhalb Europas, mit Deutschland, Österreich und der Schweiz als wichtigste Absatzmärkte. Letztes Jahr war der Export 6 Prozent höher als in der Saison davor.

Das Angebot kommt langsam in Gang. Die Ernte iin der Region Metaponto geht langsam weiter. In Salerno ist die Ernte durch einen Temperaturabfall zum Ende der Woche verzögert, wodurch die Früchte nicht so schnell reifen. Diese Verzögerung in der Zufuhr und die hohe Nachfrage hat hohe Preise zur Folge. Nächster Monat ist entscheidend. Dann gibt es Angebot aus Basilicata, Spanien und kommen die ersten Gewächshauserdbeeren aus dem Norden des Landes auf den Markt. Durch Kälte im Januar ist die Saison verzögert und droht eine Überschneidung der Saisons. 

Kleinere Nachfrage nach Erdbeeren aus Marokko
Die Saison im nordafrikanischen Land ist beinahe beendet. Der Höhepunkt der Saison liegt im Dezember und Januar. Trotz der guten Qualität und den günstigen Preisen, war die Nachfrage diese Saison nicht so gut, berichtet ein Exporteur. Dem Händler zufolge wurde durch die hohen Temperaturen in der 2016 Saison Schaden angerichtet. Das hatte Folgen für die Qualität. Der Exporteur schickt einen Großteil des Produktes auf den russischen Markt. Trotz der dortigen unstabilen Situation, scheint es ein guter Markt, mit weniger Konkurrenz als in vorigen Jahren zu sein.

Israel: Größeres Volumen, stabiler Preis
Die Saison ist beinahe beendet. Es gibt noch Angebot der späten Sorten, aber die Volumen werden kleiner. Die Saison begann im November und dauert bis ins Frühjahr, abhängig von den Wetterbedinungen im Winter. Der milde Winter diesen Jahres resultierte in eine hohe Produktion in den Spitzenmonaten. Insgesamt wird die Ernte auf 30.000 Tonnen geschätzt, sehr viel mehr als in anderen Jahren.
Die Preise auf dem lokalen Markt reagieren allerdings nicht und bleiben stabil mit durchschnittlich 6 bis 7 Euro pro Kilo. Im Vergleich zu den letzten Jahren ist der Preis gesunken. Der Großteil der Erdbeeren wird auf dem lokalen Markt verhandelt. Es gibt kleine Exportprogramme nach Großbritannien und Russland. Vor allem früh in der Saison, wenn die spanische Zufuhr in Gang kommen muss, ist das ein guter Markt.
Die Fläche liegt nun bei 400 Hektaren, wovon der Großteil in Tunneln und Gewächshäusern. Durch die Wetterveränderungen hat die Fläche leicht abgenommen. Es werden allerdings auch neue Sorten entwickelt, die dem Klima besser trotzen können.

Ukraine bevorzugt eigenen Anbau
Die Saison der Erdbeeren beginnt, im Allgemeinen, einige Wochen später als in anderen osteuropäischen Ländern. Traditionell geht es Mitte April los. Für eine Einschätzung der kommenden Saison scheint es noch zu früh zu sein. Ein Händler teilt allerdings mit, dass außerhalb der Saison eigentlich keine Erdbeeren importiert werden. Teste vor einigen Jahren waren nicht erfolgreich; Konsumenten schienen lieber mit dem Kauf von Erdberen zu warten, bis die inländische Saison anfing. Für die kommende Saison wird wohl mit einem größeren Export gerechnet. Es gibt viel Nachfrage aus unter anderem Weißrussland und Polen, um die Lücken in der Saison zu füllen. 

Schweden wartet bis zum Sommer
Im Sommer ist die Erdbeere beliebt, aber in dieser Zeit des Jahres gibt es kaum Nachfrage nach dem Sommerkönig. Die höchste Nachfrage kommt derzeit von Catering-Unternehmen und Restaurants. Ein großer Importeur teilt mit, dass er eine Vorliebe für die niederländischen Erdbeeren für die Gastronimie hat, da es eine 'gesundere und stärkere Frucht' ist. Konsumenten wollen derzeit keine Erdbeeren, auch weil sie nicht bereit sind, um die aktuellen Preise zu zahlen. Wenn jedoch Erdbeeren gekauft werden, wählen die Konsumenten oftmals die Spanischen oder Italienischen.

Frühlingswetter treibt belgische Nachfrage an
Der Erdbeermarkt verändert sich schnell, beinahe täglich schwankt der Markt. Die inländische Produktion ist noch klein und die Preise sind hoch. Das Frühlingswetter dieser Woche stimuliert die Nachfrage. Außerdem gibt es weniger Angebot von anderem Weichobst, wie Himbeeren und Heidelbeeren, was der Nachfrage nach Erdbeeren einen Impuls verleiht. Es sind vor allem die spanischen Erdbeeren, die auf dem Markt sind. Durch die hohe Temperatur in Huelva in der letzten Woche, gab es kurzzeitig ein Aufleben in der Anfuhr, aber die kühleren Tage die darauf folgten, ließen das Angebot wieder etwas abnehmen.
Durch die größeren Volumen Anfang letzter Woche, standen die Preise unter Druck. Am 13. März lag der Preis 30 bis 40 Cent niedriger als eine Woche zuvor. Konkurrenz mit inländischen Erdbeeren gibt es kaum. Diese Erdbeeren sind teurer und ziehen anderes Publikum an.

Stabiler Markt Niederlande
Im Gegensatz zu dem übrigen Weichobst, bei dem der Markt mit doppelten Zahlen ansteigt, zeigt die Nachfrage nach Erdbeeren nur einen leicht steigenden Trend. Momentan kommt der Großteil des Angebotes aus Spanien, aber auch die ersten niederländischen und belgischen Gewächshauserdbeeren sind wieder auf dem Markt. Wo früher die Erdbeeren aus Ägypten, Israel, Marokko und Spanien noch als 'Wasserbomben' bezeichnet wurden, werden diese nun immer mehr durch geschmackvollere Sorten ersetzt. Die spanische Saison fing dieses Jahr infolge der kalten Wetterbedingungen sehr mühsam an. Inzwischen ist es in Spanien etwas wärmer, wodurch die Volumen zunehmen. Sie sind allerdings keine Konkurrenz für die inländischen Erdbeeren, die in eine andere Preiskategorie fallen. In Holland hat die Gewächshausfläche in den letzten Jahren stark zugenommen, hauptsächlich durch die Expansion von bestehenden Produzenten. April bis Juni sind traditionell die Spitzenmonate der holländischen Erdbeere.

Jede Woche mehr Erdbeeren aus Kalifornien
Der Regen hatten einen kleinen Einfluss auf die Erdbeeren, aber jede Woche gibt es mehr Produkt in Kalifornien. Das Wetter ist besser und das wirkt sich positiv auf das Angebot aus. Obwohl das Angebot gut in Gang kommt, liegt das Volumen etwas unter dem vom letzten Jahr. Regen und niedrigere Temperaturen sind hierfür auch ein Grund. Auch aus Florida und Mexiko gibt es Angebot, aber einem kalifornischen Produzenten zufolge haben die Erdbeeren durch hohe Temperaturen Qualitätsprobleme. "Das hat uns geholfen, um mehr kalifornische Erdbeeren in die Regale zu schaffen," so der Produzent.

Erscheinungsdatum: 20.03.2017

 


 

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