Die Gurken sind knapp, die Preise hoch - aber Entspannung ist in Sicht

"Gurkenpreise um 130% gestiegen", "Gurkenpreiseexplodieren in Deutschland", das sind nur zwei der Überschriften die indieser Woche in den Medien zu sehen waren. Bei den Händlern scheint sich dieSituation allerdings schon wieder entspannt zu haben. Ein deutscher Händler vonFrucht- und Freilandgemüse bewahrt einen kühlen Kopf: "Die Mengen sind knappaber es geht ja jetzt schon wieder aufwärts. Es gibt mehr Ware und die Preiseregulieren sich. Zwischenzeitlich wurde die Ware für einen Euro pro Stück beider Versteigerung angeboten, das ist jetzt nicht mehr so! Für nächste Wocherechnen wir mit einem normalen Niveau."

"In den letzten Wochen waren es meistens Preise von 65bis 70 Cent, was auch schon sehr hoch ist für Gurken," weiß der Experte. "Füruns speziell war das kein besonders großes Problem. Wir vermarkten dann ebennur das, was wir haben, und da passe ich mich dann an die Marktsituationan." Inzwischen verbessere sich die Lage aber deutlich.

Auswirkungen des heißen Sommers
"Sicherlich ist die Situation auch der Trockenheit im August geschuldet.Wenn es so warm ist, geht tendenziell das Wachstum des Gemüses zurück und diePflanze steckt die Energie eher ins Blattwerk. So waren einfach nicht genugGurken verfügbar. Die Trockenheit war natürlich auch nicht nur in Deutschlandein Problem, sondern auch in den Niederlanden und in Belgien. Das trägtsicherlich alles zur angespannten Marktsituation bei." Von Kunden und Verbrauchernerwartet er mehr Verständnis: "Das Wetter ist nun mal meistens der Grundfür Erfolge oder Probleme in unserer Branche. Viele vergessen, dass esLandwirtschaft ist und bleibt. Da ist man abhängig vom Wetter – ob mitGewächshaus oder ohne. Wenn man lange Sonne hat und keinen Regen ist dasschlecht – aber nur Regen und keine Sonne ist auch nicht gut!" Auch geschützter Anbau in Gewächshäusern ist nicht die Lösung aller dieser Probleme. "Natürlich kann manim Gewächshausanbau mehr steuern, die Nährstoffversorgung wird angepasst, mehrbewässert und die Sonne so gut es geht abgeschirmt. Aber auch da lässt sichnicht alles abfangen", sagt er abschließend.

 


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