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Anbau von Steinobst in Apfelhochburg gewinnt allmählich an Bedeutung
''Seit dieser Saison Pfirsiche und Nektarinen im Bodenseegebiet''

Die Bodenseeregion gehört bereits seit vielen Jahren zu den führenden Anbaugebieten der deutschen Apfelbranche: jährlich wird tonnenweise Kernobst produziert und über die dortigen Absatzgenossenschaften verhandelt. Doch seit einigen Jahren findet eine allmähliche, jedoch interessante Entwicklung statt: denn es gibt immer mehr Erzeuger, die sich auf die Produktion von Steinfrüchten spezialisieren. Und nicht nur Kirschen und Zwetschgen gedeihen besonders gut am Ufer des Bodensees, auch Aprikosen, Nektarinen und (Weinberg)Pfirsiche werden bereits an den regionalen Markt angeboten.


Außer Äpfel und Presenta-Zwetschgen füllen seit dieser Saison auch Pfirsiche und Nektarinen den 24H-Automat.

Umschwung
Für die Mehrheit der Erzeuger in der Apfelhochburg am Bodensee beginnt jetzt langsam die Hochsaison, denn ab August geht es wie üblich los mit der Apfelernte. Auch für Heinz Martin des gleichnamigen Obstbaubetriebes war der Apfel viele Jahre mit Abstand das Hauptprodukt. Nach dem Bachelorstudium 'Horticulture' des Sohnes Alex und wegen der vermehrten Konkurrenz von ausländischen Produzenten hat der erfahrene Produzent seinen Betrieb vor zwei Jahren völlig umgestellt. Seitdem bewirtschaftet er eine gemischte Plantage mit unter anderem Kirschen, Aroniabeeren, Zwetschgen und sogar Nektarinen und Pfirsichen. ''Vor zwei Jahren haben wir auf ca. einem Hektar runde Pfirsiche, Weinbergpfirsiche sowie Nektarinen angepflanzt. Wegen dem Frost konnten wir letztes Jahr nicht ernten, aber diese Saison haben wir die erste Pfirsiche bereits vermarktet. Vor allem die platten Weinbergpfirsiche laufen besonders gut'', schildert Herr Martin. 


Blick in die Plantage wo die Schutzfolien der Voen Vöhringer seit 15 Jahren eingesetzt wird. Auch Aprikosen werden im großen Stiel im Folientunnel angebaut. 

Schutzmaßnahmen
Während er seine Kernobstkulturen nach wievor über die regionale Marktgemeinschaft verhandelt, kauft der Endverbraucher die Steinfrüchte entweder direkt ab Hof im 24H-Automat oder über regionale Wiederverkäufer. ''Die Regionalität ist deutlich unsere Stärke'', so Herr Martin. ''Dadurch, dass wir die Steinobstsaison jährlich als letzte anfangen, können wir am Ende bessere Preise erzielen. Da wir unsere Plantage bereits seit 15 Jahren mit modernen Folien schützen, können wir die Früchte auch bei der heutigen Hitze besser reif werden lassen. Unser Ziel ist es nämlich, dem Kunden maximale Qualität anzubieten. Nach den heutigen Voraussichten können wir die Plattpfirsische noch etwa zwei Wochen ernten, die rotfleischigen Pfirsichen werden wir dahingegen bis Ende September verhandeln.''


Pfirsiche während der Anbauphase

Differenzierung
Nichtsdestotrotz bleiben die Nektarinen und Pfirsische Herrn Martin zufolge vorübergehend noch ein Nischenprodukt, da es lediglich ein paar regionale Anbieter gibt und die Mehrheit der regionalen Erzeuger sich weiterhin auf Äpfel spezialisiert. Die Martin Obst Gbr. setzt allerdings auch in den kommenden Jahren auf Differenzierung und ist gerade dabei, neue Sorten im Anbau zu erproben.''Wir wollen immer einen Schritt voraus sein.''

Weitere Informationen:
Martin Obst GbR
GF: Heinz und Alexander Martin
Wolfzennen 5
88097 Eriskirch
Fon: +49 1713048312
Fax: +49 (0) 7541 981888

Erscheinungsdatum: 08.08.2018
Autor: Hugo Huijbers
Copyright: www.freshplaza.de

 


 

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