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Trotz der EU Millionen Subventionen werden soziale Gesetze ignoriert
Ausbeutung der Arbeiter in südeuropäischen Ländern

Deutsche Supermärkte wie Edeka, Aldi, Lidl und Rewe ziehen ihre Kunden mit Billigangeboten für Gemüse und Früchte in ihre Filialen. Vieles hiervon stammt aus Spanien und Italien. Die Produktion findet teilweise unter katastrophalen Auswirkungen auf die Umwelt statt, aber auch Arbeiter leiden extrem in den Betrieben unter dem Preisdiktat der Einzelhandelskonzerne.

Die EU unterstützt die Ausbeutung in der Landwirtschaft mit 58 Millionen Euro jährlich und 70 Prozent davon gehen als Direktzahlung an die Landwirte. Recherchen des Bayerischen Rundfunks haben ergeben, dass Unternehmen im Obst- und Gemüsebau in Spanien und Italien Subventionen erhalten, obwohl sie gegen die Lohn- und Arbeitsvorschriften verstossen.

Allein ein Gemüseproduzent in der spanischen Provinz Almeria in Andalusien hat nach Informationen von BR Recherche und der BR Redaktion Wirtschaft und Soziales in den vergangenen drei Jahren 3,4 Millionen Euro Fördermittel erhalten, trotz Verstößen gegen Lohn- und Arbeitsschutzregeln. Erntehelfer klagen über zu niedrige Löhne und den Einsatz von giftigen Spritzmitteln ohne Schutzkleidung. Dabei sind Ganzkörperschutzanzüge und eine spezielle Ausbildung fürs Spritzen gesetzlich vorgeschrieben. Der regionalen Gewerkschaft liegen zahlreiche Beschwerden gegen den Produzenten von Bio-Tomaten vor.

Auch in Deutschland liegen die Produkte dieser Unternehmen in den Regalen. Deutsche Supermärkte seien laut Produzenten in Almeria die 'größten' Preisdrücker. Laut der Hilfsorganisation Oxfam wird der Kostendruck in voller Härte an die Erntehelfer weitergegeben und ist ein Hauptgrund für die Ausbeutung der Arbeiter.



Erscheinungsdatum: 10.07.2018

 


 

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