Adriana Chelli, Les Herbes du Roussillon:

"Der europäische Kräutermarkt wächst stark"

Das Unternehmen Les Herbes du Roussillon produziert sein mehr als 20 Jahren aromatische Kräuter in Südfrankreich. Adriana Chelli: "Wir sind Produzent und Verpacker zugleich. So können wir uns von der Konkurrenz auf dem Markt absetzen. Roussillons hat seinen Umsatz zwischen 2009 und 2017 deutlich gesteigert und beschäftigt inzwischen zehnmal so viele Angestellte. Adriana: "Momentan sind wir sehr zufrieden. Wir müssen nur zusehen, dass wir immer weiter wachsen."

Der Kräutermarkt ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. "Manchmal ist unser Umsatz in nur einem Jahr um 20% gestiegen". Adriana zufolge verdankt das Unternehmen seinen Erfolg vor allem der Verpackungsabteilung. "Unsere Verpackungen sind einfach zu öffnen und auch wieder zu verschließen. Die Supermärkte mögen dieses System. Es ist sehr praktisch für den Endverbraucher, da die Kräuter sich so mehrere Tage lang halten. Und auch die visuelle Gestaltung der Verpackung ist nicht zu unterschätzen. Wir haben durch unsere intensiven Farben ein wahres Marken Image geschaffen."

Adriana Chelli während der Perpignan Medfel im April

Die Kunden von Les Herbes du Roussillon sind überwiegend Großhändler, Büros und Restaurants. Das Unternehmen ist sehr präsent. "Unser Kerngeschäft sind frisch geschnittene, aromatische Kräuter, aber wir bieten auch komplementäre Produkte wie Topfpflanzen und getrocknete Kräuter an."

Am besten verkauft Roussillon Basilikum, Schnittlauch, Koriander, Minze und Petersilie. "Petersilie ist einfach ein Must-Have-Produkt, weil es in jeder Küche auf der Welt verwendet wird. Der Unterschied zwischen dem Konsumverhalten der nördlichen und südlichen Länder scheint immer mehr zu verschwimmen. Ich denke, dass die Medien dabei eine große Rolle spielen. Kochshows wie Masterchef werden in verschiedene Sprachen übersetzt und inspirieren so die Verbraucher auf der ganzen Welt."

Allerdings betont Adriana, dass der Konsum von Kräutern in einem gewissen Maße immer an die kulinarischen Vorlieben der Verbraucher gebunden ist. "Schnittlauch wird häufiger in den nördlichen Ländern gegessen, weil er im Süden weniger bekannt ist. Dill ist im Norden bekannter als im Osten, und Basilikum wird im Süden häufiger konsumiert als im Norden. Allerdings steigt der Konsum der mediterranen Kräuter auch in den nördlichen Ländern immer mehr an."


Les Herbes du Roussillon ist vor allem auf dem französischen Markt präsent. "Wir haben auch einige Kunden im Ausland, aber je länger die Transportzeit desto mehr leidet die Frische der Kräuter. Vor drei Jahren haben wir per Flugzeug Kräuter nach Asien exportiert. Es ist sehr gut gelaufen, war aber natürlich auch sehr teuer. Es ist daher einfacher, unsere Nachbarländer zu beliefern, und es gibt in Europa noch viele Märkte mit einem großen Potential."

Les Herbes du Roussillon bietet das ganze Jahr über 20 verschiedene Kräuter an. "Basilikum und Schnittlauch wachsen im Winter nicht sehr gut; daher haben wir Partnerschaften mit Bauern, die etwas mehr im Süden liegen als wir. Ein Teil des Anbaus erfolgt in Tunneln oder Gewächshäusern. Wir produzieren auch im Winter sehr viel, aber man muss vorsichtig bleiben."


Genau wie alle Farmen steht auch Les Herbes du Roussillon vor neuen Herausforderungen: "Auf europäischer Ebene gibt es höhere Ansprüche in Bezug auf die pflanzenschutzrechtlichen Behandlungen. Wir müssen also neue Methoden finden, ohne dabei zu riskieren, dass der Preis in die Höhe schießt. Ich bin mir aber sicher, dass der gesamte Agrarkultur Sektor sich sehr bald für gesündere Methoden für jeden entscheiden wird: für uns und auch für unsere Kunden."

Für weitere Informationen:
Les Herbes du Roussillon
Adriana Chelli


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