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Gartenbauzentrale Main-Donau steht für ganzjährige Produktion
''Freiland und Unterglasanbau an zwei Standorten kombinieren''

Mit einigen sehr bedeutenden Vermarktungsgesellschaften ist die Großregion Bayern bereits seit Jahren eines der bedeutendsten Anbaugebiete im deutschen Gemüsebau. Vor allem die Unterglasproduktion hat sich in den letzten Jahren sukzessive ausgedehnt. Durch auffällige Marketing-Maßnahmen, ständige Sortenversuche und die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den beiden Standorten in Albertshofen und Gundelfingen, zeigt die Genossenschaft sich genau 20 Jahre nach der Gründung noch immer wettbewerbsfähig. 


Fruchtgemüse gehört zum Tagesgeschäft der Filiale Albertshofen.
Rechts: stellvertretender Geschäftsführer Kai Fuchs

Sonderkulturen an zwei Standorten
In den Gewächshäusern von Albertshofen werden insbesondere Tomaten und Salatgurken, sowie auch Spezialkulturen wie Rettich, Feldsalat und Bio-Kresse angebaut. Die 15 Unterglas-Erzeuger produzieren ihre Ware auf einer Fläche von insgesamt 21 Hektar. Anfang Februar wurden bereits die ersten Gurken der Saison geerntet und Ende März - rechtzeitig zum Ostergeschäft - kamen die Tomaten hinzu. Außer der sehr beliebten Schlangen- und Herzgurken gibt es zwei Tomatensorten die momentan großflächig anbauen werden: die Lyterno und Mecano. ''Darüber hinaus haben wir auch Bio-Kresse, lila Blumenkohl, farbige Karotten und gelbe Zucchini im Programm. Denn der Trend geht eindeutig zu buntem Gemüse'', meint Kai Fuchs, stellvertretender Geschäftsführer der Gartenbauzentrale am Standort Albertshofen.


Sonderkulturen der Gartenbauzentrale Main-Donau eG: Herzgurken und farbiger Blumenkohl

Der Standort in Albertshofen ist völlig spezialisiert auf die sommerliche Unterglas- und Freilandproduktion, die Niederlassung in Gundelfingen fokussiert sich dahingegen vorrangig auf Freilandgemüse während der Wintermonate. Um dem Handel gegenüber eine gewisse Lieferfähigkeit garantieren zu können, zogen die beiden einzelne Unternehmen 1998 zusammen und wurde das Sortiment sukzessive ausgedehnt. Fuchs: ''Weitere Vorteile der zwei Standorte ist z.B., dass wir ein größeres Liefergebiet abdecken und Ware austauschen können, und zudem üblicherweise in Franken einige Wochen früher ernten können. Dadurch dass  wir sowohl im Freiland als auch in Glashäusern anbauen sind wir in der Lage einige Erzeugnisse ganzjährig anzubieten. Das wollen wir auch mit Rettich: Im Glashaus werden die Gewächse schon im Herbst angepflanzt sodass sie im Januar zu ernten sind. Diese Unterglasware bringen wir bis zum Start der Freilandsaison auf den Markt''

Lokale Vermarktung
Um mit der regionalen Konkurrenz mitzuhalten und die eigenen Erzeugnisse entsprechend anbieten zu können sei ein auffälliges Logo besonders wichtig. Vor allem im Bundesland Bayern wo es eine Vielzahl an regionalen Labels und Qualitätssiegeln gibt. ''Vor zwei Jahren haben wir unseres Logo Albert & Gundel eingeführt, mit zwei schönen Comicfiguren, die unsere zwei Standorte repräsentieren. Das aussagekräftige Logo hat sowohl für Kinder als auch Eltern einen hohen Erkennungswert, weswegen es bisher sehr gut ankommt beim Verbraucher. Man weiß sofort was wir machen und welche Qualität dahinter steckt'', betont Herr Fuchs.


Im Gewächshaus der Gartenbauzentrale Main-Donau eG

Alle Erzeugnisse der Gartenbauzentrale werden unter dem genannten Logo - entweder im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) oder am Großmarkt München - vermarktet. Fuchs: ''Wir machen allerdings Unterschied zwischen den einzelnen Produktlinien: Albertshofen liegt in Franken und Gundelfingen in Schwaben. Wenn es um ein fränkisches Produkt geht, bekommt der Albert ein fränkisches Wappen um die Herkunft noch etwas mehr hervorzuheben. Darüber hinaus sind wir natürlich eine Erzeugergenossenschaft mit vielen kleinen Familienbetrieben, was wir auch im Marketing betonen: Wir drucken, zum Beispiel, oft Gesichter von einzelnen Erzeugern auf Folien und Etiketten.''

Leistungsfähig in die Zukunft
Trotz der stetigen Erweiterung der regionalen Konkurrenten, sowie dem Einsatz höchst moderner Technik, glaubt die Geschäftsführung der Gartenbauzentrale an ihre eigene Kraft. Neueste Anbautechnik wie Produktion unter Beleuchtung kommt aktuell nicht in Frage. Das macht erst Sinn wenn man ein nagelneues Gewächshaus mit einem entsprechenden Umfang errichtet, so Fuchs. ''Wir sind ein ziemlich kleines Anbaugebiet und vermarkten keine große Mengen. Wenn man sich nicht auf Nischenprodukte spezialisiert und keine Freilandfläche dazu pachtet wird es für mittelständige Gemüsebaubetriebe schwierig mit den spezialisiert Groß-Industriebetrieben mitzuhalten.'' 


Links: Bayerischer Bierrettich; Rechts: Rispentomaten der Gartenbauzentrale

Dieser Artikel ist bereits in der letzten Ausgabe des Fachmagazins AGF Primeur erschienen

Weitere Informationen:
Gartenbauzentrale Main-Donau eG
Ansprechpartner: Kai Fuchs
Seebachstrasse 36
Betriebsteil: 97320 Albertshofen
Telefon: 09321/3007-90
Telefax: 09321/3007-82
Mobil: 0175/2070322


Erscheinungsdatum: 15.05.2018
Autor: Hugo Huijbers
Copyright: www.freshplaza.de

 


 

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