Studie Großbritannien: Bakterien in Frischprodukten gedeihen trotz Desinfektion mit Chlor

Die Desinfektion von Frischprodukten mit Chlor ist in der Agrarbranche weitverbreitet. Jetzt haben neue Untersuchungen der Universität Southampton herausgestellt, dass Chlor dafür sorgt, dass Krankheitserreger in Frischeprodukte nicht nachweisbar sind.

In der Untersuchung wurden in einer Simulation Spinatblätter mit Listeria monocytogenes und Salmonella enterica kontaminiert. Die Spinatblätter wurden mit einer Chlorlösung besprüht. Das Ergebnis: viele der Bakterien waren nicht imstande Sporen zu bilden. Weil die Bakterien überlebten, geraten sie in den Zustand “lebensfähig, doch nicht kultivierbar” (VBNC) als Reaktion auf die Chlorlösung. Kurzum, Chlor war keine effektive Methode für die Vernichtung aller Listeria monocytogenes und Salmonella enterica in Frischeprodukten.

"VBNC Zellen kann man nicht mit den Standard Labortechniken entdecken, das bringt ein Problem mit sich für die Nahrungs- und Wasserversorgung um potentielle krankmachende Schadstoffe zu entdecken," sagt Bill Keevil, Studienautor, Professor, und Leiter der Abteilung Mikrobiologie der Universität Southampton.

Laut foodsafetymagazine.com haben Untersucher herausgefunden, dass lebensfähige Listeria und Salmonella Bakterien nachdem sie nur zwei Minuten respektive 50 und 100 Teile pro Million Chlor ausgesetzt wurden in den Zustand VBNC gerieten.

Die Studie wurde in mBio veröffentlicht, eine wissenschaftliche Zeitschrift publiziert von der Amerikanischen Sozietät für Mikrobiologie.



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