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Ausblick für die Avocado Industrie

Karabo Takadi und Wessel Lemmer von Absa Agribusiness haben vor kurzem einen Ausblick für die Avocado Industrie veröffentlicht.

Internationale Trends
Durch die hohe Nachfrage sind die Avocado Preise seit zehn Jahren auf einem sehr guten Level. Da dies voraussichtlich so bleiben wird, wird auch weiterhin in den Sektor investiert. Wegen der Dürre in einigen der wichtigsten Anbauregionen für Avocados und in manchen Exportländern, sind die Preise 2016 weltweit gestiegen, die Produktion ging jedoch zurück. The American Restaurant Association, die Daten aus dem US-amerikanischen Ministerium für Agrarkultur analysiert hat, berichtete, dass der Großhandelspreis für Avocados in den US zwischen Januar und September 2017 um 125% gestiegen sei. Und zwar von etwa 37,25$ (etwa 527,48R) für eine Standard Kiste mit 48 Avocados auf 83,75$ (1.1l85,95R). 

In Mexiko. das zurzeit der weltweit größte Avocado Produzent ist und überwiegend in die USA, nach Europa, Asien und Kanada exportiert, hatte 2016 eine ziemlich große Ernte. Allerdings ging die Produktionsmenge 2017 wegen unvorteilhafter Wetterbedingungen um 20% zurück. Auch in Peru sorgte das schlechte Wetter für einen Produktionsrückgang in 2017, dadurch entstand ein Unterangebot auf dem Markt.

Die südafrikanischen Produzenten hatten dadurch eine Chance, einen größeren Marktanteil am europäischen Markt zu erschließen. Währenddessen hat sich die Avocado Produktion in Chile nach einer zehn Jahre langen Dürre wieder erholt. Chile beendet seine Avocado Exporte im April, was ebenfalls ein potentielles Marktfenster für südafrikanische Produzenten öffnet.

Lokale Trends
In Südafrika misst die Anbaufläche für Avocados etwa 17.500 Hektar. Allerdings hat sich die Dürre 2015/16 negativ auf die Erträge in 2017 ausgewirkt. Dadurch lag das Produktionslevel unter dem Durchschnitt. Außerdem war 2017 ein sogenanntes Off-Year, in dem in der Regel weniger geerntet wird. Die Produktion sank dadurch also noch weiter. Die Gesamtproduktion für 2017 liegt zurzeit auf 117.000 Tonnen. Allerdings gibt es noch Expansionspotential, da durchschnittlich pro Jahr zusätzlich 1.000 Hektar Anbaufläche angelegt und bepflanzt werden. 

Avocados werden zurzeit in Limpopo, Mpumalanga und KwaZulu-Natal angebaut. Außerdem steigt das Interesse daran, die Produktion am Ost- und Westkap zu erweitern.

Konsum
2016 wurden 45% der südafrikanischen Avocado Ernte exportiert, während 18% auf dem Frischwarenmarkt verkauft wurden. 12% gingen an den Verarbeitungssektor, 16% wurden auf dem informellen Markt verkauft und 8% direkt an die Einzelhändler.

Die Preise stiegen vor allem wegen der größeren Nachfrage Außerdem werden immer mehr Avocados bei der Herstellung und Produktion von Beauty Produkten verwendet.

Durch die geringere Produktion und die kleineren Erträge wurde auch weniger exportiert. 2017 werden voraussichtlich 52.000 Tonnen exportiert werden, dies sind 7% weniger als in 2016. Das wichtigste Exportziel sind dabei die Niederlande. Trotz der kleineren Erträge in 2017 könnte es für Südafrika in der Zukunft mehr Exportmöglichkeiten geben, da Akteure in der Industrie am Zugang zu neuen Märkten wie den USA, Japan, China und Indien arbeiten. Die Avocado Industrie bleibt weiterhin profitabel, da die lokalen Preise seit sechs Jahren jährlich steigen. In dieser Zeit schossen sie wegen der starken Nachfrage um 173% in die Höge. Das könnte auch erklären, warum so viele neue Bäume gepflanzt werden.

Ausblick
Die Nachfrage steigt schneller als die aktuelle Produktionsrate. Dieser Trend wird durch einen wachsenden Markt noch weiter unterstützt. Die Bauern sehen also gute Chancen, in die Erweiterung der Produktion zu investieren. 

Erscheinungsdatum: 13.03.2018

 


 

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