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Italienisches Produkt noch zu sehr ein Nischenartikel
''Artischockenmarkt in Deutschland sehr begrenzt''

Die Artischocken aus Sizilien erleben momentan ihre Hochsaison. Das einzigartige Produkt mit dem farbigen Kopf findet man aber kaum in den Supermarktregalen, sondern eher in spezialisierten Feinkostläden und der Gastronomie. Importeure haben infolgedessen große Mühe mit dem Absatz des Importproduktes. Aber man gibt die Hoffnung nicht auf, wie ein Gespräch mit dem Produzent und Großverteiler Lino Manduca der Firma Sole di Sicilia verdeutlicht. ''Artischocken sind zur Zeit noch zu unbekannt beim Endverbraucher.''

Die Marktlage im Artischockenbereich ist zumindest für die italienischen Sorten alles andere als optimal. Das hat unter anderem mit dem Import aus Nord-Afrika zu tun. Es gibt heutzutage ein großes Angebot von ägyptischen und marokkanischen Artischocken auf dem Markt. ''Die wurden aber nicht nach den europäischen Richtlinien produziert, dürfen aber trotzdem hier vermarktet werden. Die sizilianischen Produkte sind zwar teurer, aber qualitativ mit Abstand am besten'', so Manduca.


Die frische Artischocken von der Insel Sizilien

Feinkostläden
Das heutige Angebot der spezialisierten Großhandlung besteht hauptsächlich aus drei Sorten: die Hauptsorte Violetto wird von der Apollo und der sogennanten Opal-Sorte ergänzt. Laut dem Fachhändler ist die Apollo aber bedeutend besser als die sonstigen Varietäten. Baby-Artischocken gibt es auch noch, die wird man aber vor allem bei den letzten Zügen der Saison finden. Die Hochsaison der Artischocken hat zu Weihnachten angefangen und läuft normalerweise durch bis Anfang März, je nach die Witterungsbedingungen im Anbaugebiet Siziliens. 



Im Vergleich zum letzten Jahr hat die Firma Sizilien Gemüse nur die Hälfte der Gesamterträge produziert. Das hat außer der Konkurrenz von nordafrikanischen Produkten aber vor allem mit der mangelhaften Begeisterung für das Produkt in Europa zu tun. In Europa sei der Markt für Artischokken sehr eingeschränkt. Manduca: ''Das Produkt wird tatsächlich nur in Italien und Frankreich in großer Menge konsümiert. Hier in Deutschland findet man das Produkt vor allem in spezialiseirten Feinkostläden.'' Das hat laut Manduca einen klaren Hintergrund: ''Die Kenntnisse sowie die Werbung im Lebensmitteleinzelhandel fehlen. Das gilt allerdings nicht nur für Deutschland aber auch für Ost-Europa: Rumänien, Russland usw.''


Inhaber Lino Manduca beschäftigt sich mit der Großverteilung der Produkte

Da nur einige Importeure sich mit dem Import von Artischocken beschäftigen, sollen die Großhändler das Produkt in großen Mengen verteilen. Wegen der begrenzten Nachfrage werden die aber nur kistenweise verkauft und infolgedessen müssen die Importeure sich große Mühe geben, die Mengen zu vermarkten. In seiner langen Karriere in der Obst- und Gemüsebranche weiß der Fachhändler aber, dass die Lage sich auf Dauer ändern könnte. Er nennt als Beispiel die italienischen Cherrytomaten: ''Vor 30 Jahren kam die erste Marke Naomi auf dem Markt und momentan ist es auch ein beliebtes Artikel.''

Vielfältiger Produzent
Die Firma Sole di Sicilia ist seit 1930 einer der bedeutendsten Produktionsbetrieben Siziliens. Das Familienunternehmen wird heutzutage von der dritten Generation geführt und besitzt eigene Plantagen auf der italiensichen Insel. Die Firma beliefert Groß- und Einzelhändlern in ganz Europa mit einer Vielfalt an Produkten, wie u.a. Tomaten aller Art, Zitrusfrüchte, Gurken, Zucchini, Trauben, Pfirsich und Melonen. 


Ein Lieferfahrzeug der Firma 

Weitere Informationen:
SOLE DI SICILIA 
Inh. Lino Manduca
Ludwig-Thoma-Strasse 9, 
72461 Albstadt, Deutschland


Erscheinungsdatum: 19.01.2018
Autor: Hugo Huijbers
Copyright: www.freshplaza.de

 


 

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