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"Jesús Abenza von Alimer: "Wir könnten unsere Position in Europa verlieren"

"Spanien: "In diesem Jahr ist unsere Befürchtung eingetreten"

Da es 2017 im Sommer und Herbst kaum geregnet hat, hat sich die Wasserknappheit für die Bewässerung der Felder in Murcia und Alicante verschlimmert. Es sind Regionen, die immer wieder mit diesem Problem zu kämpfen haben und die Lage wird durch den Klimawandel immer dramatischer. Wenn wir dazu nehmen, dass die Regierung trotz der Dürre die Füße still hält, zeigt sich erst das gesamte Ausmaß unserer verzweifelten Situation und der Unsicherheit der größten Salat-, Brokkoli-, und anderer Blattgemüse Bauern in Spanien. 

"In diesem Jahr ist eingetragen, wovor wir Angst hatten", sagt Jesús Abenza, Verkaufsleiter von Alimer in Murcia. "Um die Produktionsmengen diese Saison aufrecht zu halten und so die derzeitige Nachfrage decken zu können, haben sich die Produzenten von Blattgemüse, Brokkoli und Blumenkohl aus Murcia und ALicante neue Anbauregionen gesucht, um so ein ausreichendes Wasserangebot zu haben. Allerdings liegen diese Regionen in größeren Höhenlagen als Murcia, wodurch im Herbst und Winter andere Risiken wie anhaltende Kälte, Frost oder Stürme, auftreten können. Daher könnte die Stabilität der Produktion und somit die Einhaltung von Bestellungen gefährdet sein, wodurch die Preise stärker schwanken."

Außerhalb von Murcia wurde außerdem in den Regionen Sevilla, La Rioja, Navarre und Tarragona neu angepflanzt- "Es ist keine Lösung für die Wasserknappheit, aber wir haben keine andere Wahl, wenn wir unser Geschäft weiterführen wollen. Wenn wir wüssten, dass Sevilla die perfekte Anbauregion für Brokkoli und Salat ist, hätten wir es schon viel früher so gemacht."

Spanien, vor allem die Region Murcia, hat sich vor einigen Jahren als verlässlicher Lieferant auf dem europäischen Markt positioniert. Sie wird von Distributionsketten wegen ihrer Qualität, Rückverfolgbarkeit und ihres professionellen Services seitens der Exporteure sehr geschätzt. "All das, was im Aufbau so lange gedauert hat, könnte durch die Wasserknappheit ernsthaft gefährdet sein. Noch gibt es leider keine Lösung für das Problem", sagt Abenza. 

"Es ist sehr schwierig, eine kommerzielle Handelsbeziehung zu Kunden aufzubauen, wie wir es in den letzten Jahren getan haben. Für sie ist es allerdings sehr einfach, auf andere Herkunftsländer umzusteigen, wenn sie mit unserem Angebot nicht länger zufrieden sind", fügt er hinzu. "Zurzeit bleibt die Situation weiterhin absolut unsicher. Wir wissen nicht, wie sich die Saison in den kommenden Monaten entwickeln wird."

Auch wenn es im Dezember und kurz vor Weihnachten eine weitere Marktlücke bei Brokkoli gegeben hat, die die Preise wieder etwas in die Höhe getrieben hat, ist es zurzeit anders, so Abenza: "Die Nachfrage und das Angebot gleichen sich aus, wodurch die Preise wieder auf ein normales Level absinken."



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