×
Erhalten Sie schon unseren täglichen Newsletter?
env Die Nachrichten auf unserer Website sind 24 Stunden und sieben Tage die Woche kostenlos für Sie zugänglich. Zudem können Sie unseren Newsletter, der fünf mal die Woche veröffentlicht wird, kostenlos abonnieren.

Abonnieren    Ich bin schon abonniert



Ankündigungen

StellenbörseMehr »

Top 5 - Gestern

  • Gestern wurden keine Nachrichten veröffentlicht.

Top 5 - letzte Woche

Top 5 - im letzten Monat

Andere NachrichtenMehr »

Wirtschafts-NewsMehr »



Überangebote führen zu historischen Preistiefen
''Qualitätsansprüche im Porreegeschäft sehr hoch''

Die Wintermonate sind üblicherweise die Hochsaison im Lauchbereich. Im Vergleich zum Herbstgeschäft ist die Marktlage aber immer noch alles andere als zufriedenstellend. Die Nachfrage ist zwar ok, Überangebote und historische Preistiefe machen Porree für die Fachhändler und Produzenten jedoch zu einem Minusgeschäft. Eine Änderung der Marktlage hat sich bisher noch nicht angekündigt. 

Die aktuellen Vermittlungspreise für Porree schwanken um die 0,45-0,50 Euro pro Kg. zzgl.aller Nebenkosten wie Verpackung, Fracht, usw. Das sei etwa 0,15 Euro unter dem Mindestpreis, um die Produktionskosten bei den momentan erschwerten Bedingungen durch Nässe abdecken zu können. Das habe zum einen mit den hohen Erträge pro Hektar zu tun, so Stefan Hußnätter Geschäftsführer der H.& F. Frischgemüse GmbH in Nürnberg. ''Es wurde 45 Tonnen kalkuliert anstatt 60 Tonnen die tatsächlich abgeerntet werden können. Zum anderen ist der Handel im klassischen LEH- und Discountbereich sehr aggressiv unterwegs mit höchsten Qualitätsansprüchen, da der Markt übersättigt ist. Die Qualität ist momentan auch sehr gut. Erst in 4-6 Wochen werden wir vielleicht Ausfälle durch die Nässe bemerken.'' 


Lauch-Spezialist Stefan Hußnätter (links) vermarktet ausschließlich Porree aus regionalem Anbau

Lukrativ
Als Beispiele der Qualitätsansprüche nennt er das präzisierte Gewicht pro Stück von 200-300 Gramm, so dass ein Kilopack höchstens 4 oder 5 Stück enthält. Dazu kommt noch die Sauberkeit des Produkts. ''Dafür braucht man eine gute Technik und dementsprechendes Personal. Porree ist überhaupt eine Kultur, in der man sehr viel investieren muss. Man braucht eine Putzanlage und spezielle Rodemaschinen. Dann sagt man nicht so einfach: ich mache ab morgen keinen Porree mehr.''

Im Vergleich zum Vorjahr läuft diese Saison ständig unter den Produktionskosten. Denn damals waren die Erträge im Ausland zum Teil unterdurchschnittlich. Hußnätter: ''Im Mai und Juni 2016 als die Lauchgewächse angepflanzt wurden, war es z.B. in Belgien sehr nass. Dadurch hatte man später weniger Ware und es lief bei uns natürlich viel besser weg. Auch war das Sommer- und Herbstgeschäft in 2016 bedeutend besser, somit ging weniger Ware in die Wintermonate hinein. Momentan sind die Erntemengen aber im ganzen Benelux großartig und es gibt also keine Konkurrenz. Aufgrunddessen wird der Preis sich voraussichtlich kaum ändern.'' 


Der Porree der H.& F. Frischgemüse GmbH kennzeichnet sich auch durch die schöne Verpackung

Freilandgemüse
H.& F. Frischgemüse GmbH gilt seit knapp 15 Jahren als selbständiger Produktions- und Vermarktungsbetrieb. Die Produktpalette enthält außer Porree auch Salate und verschiedene Kohlsorten, wie die Eigenmarke Lahana-Kohl. Die Firma ist ein größerer Freilandgemüsebaubetrieb mit eigener kleiner angeschlossener Vermarktungsgesellschaft und vertreibt hauptsächlich regionale Ware im bayerischen/süddeutschen Raum. Zu der Kundschaft gehören vor allem Groß- und Discountketten.

Weitere Informationen:
H.& F. GmbH - Hußnätter Frischgemu?se
Boxbergweg 9, 90427 Nu?rnberg
Telefon: +49 911 938 55 86

Erscheinungsdatum: 11.01.2018
Autor: Hugo Huijbers
Copyright: www.freshplaza.de

 


 

Weitere Nachrichten in dieser Branche:

13.07.2018 Ressourcen- und Umweltschonung in der Spinatproduktion
13.07.2018 Dänische Tomatenerzeuger heißen trockenes Wetter und Rekordernte willkommen
13.07.2018 "In Deutschland haben so gut wie alle Einzelhändler Minigurken im Sortiment"
13.07.2018 Die ersten runden Zucchinis bei ZON versteigert
13.07.2018 Frankreich: Fünf Tomaten-Innovationen
12.07.2018 Stabiler Markt für Staudensellerie
12.07.2018 Frankreich: "Ein schwaches Jahr für Aprikosen"
12.07.2018 ''Mengenverfügbarkeit von belgischen Tomaten sehr gut''
11.07.2018 Bio-Gemüsekisten in fast ganz Niedersachsen verfügbar
10.07.2018 Mann isst 50 Chilischoten in einer Minute
10.07.2018 Südtiroler Blumenkohlernte mit 20 Prozent gestiegen
10.07.2018 Mit 770 Tonnen ist Kanton Genf zweitgrösster Tomatenproduzent der Schweiz
10.07.2018 "Wenig Nachfrage nach belgischen Tomaten aus Süd-Europa"
10.07.2018 Rumänen warnt vor Kauf von Überschemmungen betroffenem Gemüse
09.07.2018 Schweizer Gemüsebauern fahren gute Spargelernte ein
06.07.2018 Trockenheit sorgt für geringere Erträge bei frühen Karotten
06.07.2018 Nächste Woche beginnt die Pastinaken-Ernte
06.07.2018 Türkei: Tomatenpreise sind die letzten, die in die Höhe schießen
05.07.2018 Zucchini: nur die 14er Sortierung bringt einen 'guten' Preis
05.07.2018 Salatsorten auch resistent gegen die neuen Rassen BL:34EU und BL:35EU