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Erzeuger bevorzugen lukrativen Export
Mexiko geht von größerer Avocado-Ernte aus

Jüngste Berechnungen, ausgeführt durch die USDA, besagen, dass die mexikanische Avocado-Ernte im Marktjahr 2017/2018 einen Umfang zwischen 1,8 und 1,9 Millionen Tonnen erreichen wird. In Anbetracht der Tatsache, dass die Witterungsbedingungen gut waren, wird im Grossen und Ganzen eine gute Ernte erwartet. Nach Auskunft trägt zudem auch die Einführung von Pflanzenschutz-Protokollen, zu besseren Erträgen bei. 

Im Verhältnis zu vorigen Jahren steigt die Produktion. Für das Jahr 2016/2017 wird ein Volumen von 1,7 Millionen Tonnen genannt. Die Erzeuger sagen, dass die Ernte u. a. durch den Regen im Winter, etwas niedriger ausfällt. Es wird dann von 20% weniger Volumen als 2015/2016 gesprochen, dass zu dem Zeitpunkt 12,88 Millionen Tonnen betrug. 


Neue Techniken vergrößern die Erträge
Innerhalb des Sektors wird in technische Verbesserungen investiert, die garantieren, dass die Avocados frei sind von chemischen oder biologischen Rückständen. Michoacan ist, mit einen Anteil von 80 Prozent, Marktführer auf dem Gebiet der Produktion mexikanischer Avocados. Der grösste Teil der Produktion wird jedoch verteilt auf kleinere Plantagen mit einem Umfang von fünf bis zehn Hektar. Viele Erzeuger erkennen den Mehrwert der Investitionen in neue Techniken, auch wennes durch den Wechselkurs des mexikanischen Peso im Verhältnis zum amerikanischen Dollar, noch kostbarer wird. Der Ertrag beträgt acht bis zehn Tonnen pro Hektar. Je nach dem welche Techniken eingesetzt werden, können die Volumen höher ausfallen.  

Die Erzeuger in Michoacan verkaufen die Avocados vor allem auf dem Spotmarkt, wo ein Kilopreis vereinbart wird. Die hinzukommenden Kosten, wie Verpackung und Transport, werden von den Packstellen getragen, die die Ernten aufkaufen. Diese Packstellen sind selbst verantwortlich für die Anwesenheit von Erntehelfern. In den meisten Regionen wird die Hass angebaut. Diese Sorte eignet sich, dank der längeren Haltbarkeit, für den Export an weit entfernte Bestimmungen. In kleinerem Umfang werden auch Sorten wir Fuerte, Criollo, Bacon, Pinkerton, Gwen und Reed angebaut.



Illegale Ausbreitung der Anbauflächen 
In lokale Zeitungen liest man über die Sorgen, die die Abholzung, die u. a. zu Gunsten der Ausbreitung illegaler Anbauflächen vorgenommen wird, bereiten. Obwohl der Brachenverband diese Vorgehensweise anprangert, ist die Rentabilität von Avocados auf dem Weltmarkt eine verlockende Motivation, das Areal illegal auszubreiten. Das Gesamtareal wird für 2016/2017 auf 220.334 Hektar geschätzt. Das ist eine Steigerung von 7,3 Prozent im Vergleich zur vorherigen Saison. Es wird erwartet, dass sich das Areal in der kommenden Saison noch weiter ausbreitet, da in immer mehr Staaten in Mexiko, Erzeuger Interesse am Anbau von Avocados zeigen. Die grosse Nachfrage im In- und Ausland trägt zu dieser Entwicklung bei.

Der inländische Konsum hängt vom Exportvolumen ab. Erzeuger, die Zugang zum internationalen Markt haben, verladen vorzüglich so viele Avocados wie möglich für Märkte, an denen Höchstpreise erzielt werden. 2016/2017 betrug der inländischen Konsum 656.000 Tonnen, da durch die hohen Preise weniger Produkt zur Verfügung stand. Ein Jahr später lag der Konsum aufgrund der höheren Produktion bei 760.000 Tonnen, obwohl die endgültigen Zahlen von der Zufuhr und den Preisen abhängt. Wie gesagt, bevorzugen die Erzeuger den Exportmarkt und ist der Inlandsmarkt die zweite Wahl. Für mexikanische Haushalte ist die Avocado ein Grundnahrungsmittel. Der Verzehr pro Kopf liegt in Mexiko bei 6,5 bis 7 Kilo Avocado pro Jahr. Die Preise sind 2016/2017 im Verglich zu vorhergehenden Jahren gestiegen. Der steigende Trend bleibt, dank der höheren Nachfrage und den geringeren Volumen, nach wie vor bestehen. 



Avocadoöl und Guacamole
Der Export bleibt, trotz der Tatsache, dass neue Nischen, wie z. B. der Markt für Avocadoöl für die kosmetische Industrie, sich öffnen, die treibende Kraft bei den Gewinnen der Erzeuger. Das hat u. a. mit dem Empfinden der Konsumenten zu tun, dass Nebenprodukte aus Avocados, teuer sind.

Der Markt für Guacamole nimmt wohl zu. Der Export dieses Produkts beläuft sich pro Jahr auf rund  170.000 Tonnen. Die wichtigsten Absatzmärkte sind die Vereinigten Staaten, Europa, der mittlere Osten und Asien. Es gibt jedoch keine offiziellen Statistiken, die diesen Trend belegen. 

Der Export von frischen Avocados steigt 2017/2018 auf 1 Millionen Tonnen und folgt damit der internationalen Nachfrage. Dort, wo die Kursabfälle der mexikanischen Währung die Investitionen verteuern, wird der Export dadurch gerade attraktiver. Trotzdem war der Export 2016/2017 ca. 9 Prozent niedriger als 2015/2016. In der Saison war das Wetter der Spielverderber. In dem Jahr wurden knapp 900.000 Tonnen exportiert, wovon der Grossteil für die Vereinigten Staaten bestimmt war. Das bleibt, mit fast 80 Prozent, der wichtigste Exportmarkt. Japan und Kanada sind strategische Nischenmärkte. Japan nimmt 8 bis 9 Prozent des Exports ab und Kanada 6 bis 7 Prozent. Von den 300 Packstellen in Michoacan, haben 37 Erzeuger eine Exportlizenz für den amerikanischen Markt. Die anderen Produktionsgebiete in Mexiko konzentrieren sich auf die anderen Exportmärkte wie Japan, Kanada, Frankreich und Spanien. 

Lesen Sie hier den ganzen Bericht von USDA.

Erscheinungsdatum: 07.12.2017

 


 

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