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Italien:
Gebrüder Santini kommt mit neuer Linie an exotischen Früchten

Für Bananen ist der Betrieb der Gebrüder Santini, Bergamo, eines der größten Reifungszentren von ganz Italien. Seit ungefähr 6 Monaten hat das Unternehmen sein Sortiment mit einer Linie exotischer Früchte, lose und verpackt, ausgebaut. 




Matteo Malvestiti, Category Manager der Abteilung exotischer Früchte bei der Santini hat diese Linie persönlich betreut. Bei dem Sortiment geht es um Ananas, Mango, Avocado, Papaya, und Produkte wie Limette und Ingwer. 



Haupterzeugnis ist die Ananas, gefolgt von Avocado und Mango. Das Angebot erstreckt sich auf 12 Monate im Jahr und die Nachfrage ist für alle Produkte ansteigend. Geliefert wird zu 70% an die Großhandelsketten, der Rest wird auf den Großmärkten verkauft. 



Die Schiffsspeditionen kommen in den Hafen von Rotterdam, wobei die Nachfrage für eine Warenspedition auf dem Luftweg groß ist. Eine Tendenz, die Avocado und Mango und Ananas betrifft. Nach Mavestitis Meinung gibt es momentan keine logistischen Limits für den Zuwachs des exotischen Sektors via Luftweg.: "Wir sind flexibel und können die Waren auf verschiedenen Flugplätzen (Malpensa oder Madrid, Paris oder Frankfurt) in Empfang nehmen. Es gibt eine größer werdende Nachfrage für Obst, das einen größeren Reifegrad hat, was mit Sicherheit den Geschmack verbessert". 

Eine andere deutliche Tendenz auf den Markt für exotische Früchte zeichnet sich durch den Beitritt neuer Länder als Hauptlieferanten ab. "Zum Beispiel für die Avocado. Bis vor einigen Jahre galten Israel, Südafrika und Spanien als Hauptlieferanten. Heute gibt es auch Peru und Kolumbien, die sich zeitlich überschneiden, vormals Domäne anderer Länder. Auch beim Granatapfel zeigt sich die Differenzierung der Originalländer, so dass jetzt nur die Transportkosten den Unterschied ausmachen und nicht die Qualität. Man muss zugeben, dass die neuen Akteure auf dem Markt  exotischer Früchte gut vorbereitet sind, was eine Zertifizierung angeht und sie sind sehr dynamisch, was Investitionen in neue Sorten betrifft".

Das gilt auch für die Blaubeere, für die Peru einen starken Wachstum zu verzeichnen hat, zum Nachteil von Argentinien. Risiko wäre ein Überangebot im Vergleich zur Nachfrage.


Oben: Verpackungskette für Schale + flowpack für einzelne Früchte. Unten: Verkaufsfertige Verpackungen



Kolumbien stellt einen anderen Hauptproduzenten auf dem Markt exotischer Früchte dar. Dort hat die Regierungspolitik die Ex- Kokain Felder für Pflanzungen von Passionsfrucht, Mangostan-Früchten oder Physalis frei gegeben.

Die Gebrüder Santini importieren hauptsächlich die "green skin" oder die grüne Hass Avocado. In Zukunft wollen sie sich für den Reifungsprozess der Hass ausrüsten.




Die Vorräte der Limette kommen wöchentlich per Container aus Mexiko und Brasilien. Die Mango kommt aus Brasilien, wo die Santini Vereinbarungen mit kleineren Betrieben hat, die sehr effektiv bei den Speditionen sind. 




Nun ist der Saisonbeginn der Mango aus Peru, die per Luftfracht ins Land kommt, mit steigenden Volumen ab Weihnachten. "Für die Mango, die auf dem Seeweg kommt, sinkt die Nachfrage. Wir müssen zugeben, dass die Käufer trotz ökonomischer Krise mehr auszugeben bereit sind, wenn sie ein gutes Erzeugnis essen wollen. Vor allem die Italiener zeigen großes Interesse an diesem Produkt, da hier die Bevölkerung der verschiedenen Ethnien eigene Versorgungskanäle kennt.



Der Konsum der Papaya Formosa nimmt zu, im Vergleich zu der Sorte Golden: Es handelt sich um einen regulären Verbrauch, den die Gebrüder Santini das gesamte Jahr über decken können, dank der Verträge in Brasilien. 



Links: Malvestiti auf den brasilianischen Feldern. Rechts: Das Produkt

Ingwer dagegen kommt zu 80% aus China.



Neben den exotischen Früchte importiert der Betrieb auch außer-saisonale Früchte, wie die Kirsche aus Kanada oder Chile, mit guten Ergebnissen.


"Sicherlich sind die Volumen der exotischen und außer- saisonalen Erzeugnisse, die es auf dem italienischen Markt gibt, vergleichsweise lächerlich zu den anderen Zielländern wie z.B. Vereinigte Staaten und China. Die Europäische Union bleibt auf jeden Fall ein etablierter Kunde für die Exporte und wird darum nicht aufgegeben. China ist sowieso größter Abnehmer beträchtlicher Volumen, und jeder schaut aufmerksam auf diesen Markt". 



Zum Abschluss ein Kommentar über die Produktion exotischer Früchte in Italien: "Unser Land macht durch die allerhöchste Selektion, was die Qualität betrifft, den Unterschied. Darum ist die Professionalität der gesamten Kette fundamental. Wenn ´made in Italy´ synonym für Qualität steht, ist der relativ hohe Preis gerechtfertigt. Anders würde es auch keinen Sinn ergeben, sich neben  den vielen wichtigen Lieferanten auf dem Markt zu positionieren". 

Kontakt:
Fratelli Santini Srl
Via Borgo Palazzo, 207
24052 Azzano San Paolo (BG) - Italien

Tel.: (+39) 035 530224  Fax (+39)035298101
Matteo Malvestiti
Email: matteo.malvestiti@fratellisantini.it
Web: www.fratellisantinisrl.it

Erscheinungsdatum: 07.12.2017

 


 

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