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Fotoreportage Asia Fruit Logistica 2017

Die Wichtigkeit Asiens in der weltweiten Industrie nimmt zu und die Hong Kong Asia Fruit Logistica wächst mit, in diesem Jahr sogar mit 25 Prozent. Die Entwicklung des chinesischen Marktes ist einer der Gründe dieses Wachstums, in Kombination mit erhöhten Exporten aus Südamerika, Australien, Neuseeland und Südafrika auf den asiatischen und südostasiatischen Markt. Verbesserungen und Investitionen in die Kühlketten-Infrastruktur, Einzelhandel und Service sind andere Faktoren des Wachstums.


Das Blue Whale Team: Thiery Herisson, Maud Baret, Mark Peyrez, Dina Abelle, Rene Wendling und Aurelie Coppens.

China
Chinesische Importe, Exporte und Dienstleistungs-Industrien wachsen jedes Jahr. Dieses Wachstum zeigte sich ganz klar bei der AFL: im letzten Jahr kamen etwa 75 chinesische Unternehmen zu dem Event. In diesem Jahr ist die Anzahl auf über 180 gestiegen.

Die wichtigsten Gründe für diese Entwicklung sind der boomende Import-Markt und die wachsende Dienstleistungs-Industrie sowie die Kühlketteninfrastruktur.

China ist ein großer Exporteur von Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten, Äpfeln, Birnen und Pomelos. Da der indische Markt seit kurzem keine Äpfel mehr importiert, müssen die Unternehmen alternative Märkte in Asien finden. Auch das Produktangebot des Landes hat sich erweitert. Beispielsweise haben sich eine Reihe an Unternehmen auf die Produktion und den Export von Zitronen und Kiwis spezialisiert. In diesem Jahr sollen außerdem einige chinesische Muscat Trauben auf dem internationalen Markt vorgestellt werden.

Auch die Importe nach China wachsen in jedem Jahr. Beliebte Produkte sind dabei Kirschen aus den USA und Kanada, Avocados aus Zentral- und Südamerika, Kirschen aus Peru und Neuseeland und Zitrusfrüchte aus Australien und Südafrika. Dass immer mehr Premium-Obst nach China exportiert wird, ist einer der wichtigsten Gründe für den Erfolg der Asia Fruit Logistica. Immer mehr Unternehmen kommen auf diesen Markt und der Trend geht von export-orientierten Unternehmen zu import-orientierten Unternehmen und Dienstleistungs-Unternehmen.

Hier klicken um die gesamte Fotoreportage zu sehen


Jon Durham (International Pink Lady Alliance Limited), Peter Dall (Pomfruit Alliance) und Gerhard Dichgans (VOG)

Australien und Neuseeland
Bei der diesjährigen Asia Fruit Logistica waren mehr Unternehmen aus Australien und Neuseeland vertreten, als bei dem Event im letzten Jahr. Vor allem wurden mehr neue Apfel- und Orangensorten ausgestellt. Australien und Neuseeland exportieren immer mehr Premium-Produkte wie Äpfel, Birnen, Kirschen und Gemüse nach China und auf andere asiatische Märkte.

Südafrika
Seit kurzem ist die Nachfrage in Europa nach südafrikanischen Produkten gestiegen, sie kann allerdings nicht immer gedeckt werden. Südafrikanische Exporteure sagen, dass Europa nicht den Preis zahlt, der mit dem Produkt im Mittleren Osten oder in Asien, insbesondere China, erzielt werden könnte. Jedoch kann auch die Nachfrage in Asien nicht mit den südafrikanischen Produkten gedeckt werden.

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Sophy von Goodfarmer zusammen mit Winsy Fung von Messe Berlin

Süd- und Zentralamerika
Zum ersten Mal gab es bei der Asia Fruit Logistica auch einen Stand aus Costa Rica. Da das Land die Importerlaubnis für seine Ananas bekommen hat, waren mehr als zehn Exportunternehmen bei der Ausstellung anwesend. Es nahmen außerdem mehr argentinische, ekuadorianische und mexikanische Unternehmen teil. Vor kurzem haben eine Reihe an neuen Produkten aus Zentral- und Südamerika zum ersten Mal den Zugang zum chinesischen Markt erhalten und die Exporteure versuchen nun, ihren Nutzen daraus zu ziehen. Mexiko wird seinen Marktzugang für Bananen voraussichtlich im November erhalten und im nächsten Jahr mit den Exporten beginnen. Ekuador hat mit Südkorea niedrigere Steuersätze für Bananenexporte verhandelt.

Außerdem ist die Präsenz von nordamerikanischen, europäischen, australischen und neuseeländischen Händlern in Hong Kong von Vorteil für die Exporteure, da die Produkte von dort aus in die ganze Welt verschifft werden können.

Peruanische Exporteure haben Probleme mit El Niño gehabt, der die Traubenernte in der zweiten Saisonhälfte drastisch reduzierte. Allerdings wird gesagt, dass Peru weniger Blaubeeren nach Nordamerika exportieren wird, um die Exporte nach China steigern zu können.


José Antonio Gómez von Camposol. Das Unternehmen hat vor kurzem ein Büro in Shanghai eröffnet.

Niederlande und Belgien
Die Niederlande und Belgien waren auf der Asia Fruit Logistica gut vertreten. Der Export aus diesen Ländern nach China steckt noch in den Kinderschuhen. Belgien exportiert bereits einige Conference Birnen nach China. Die Holländer warten noch immer auf ihren Durchbruch auf dem chinesischen Markt. Im Juni hat es erste Testexporte mit süßer Paprika gegeben. Allerdings blieb es lange Zeit bei den Testsendungen. In den letzten Wochen wurden allerdings auch die ersten kommerziellen Bestellungen getätigt.

Die chinesische Gemüseproduktion entwickelt sich schnell und voraussichtlich werden in den nächsten Jahren große Anbauflächen mit hochmodernen Gewächshäusern installiert und in Betrieb genommen werden. Ein weiterer Trend neben dem Import von niederländischer Paprika ist, dass niederländische Händler in die lokale Produktion auf dem chinesischen Markt investieren. In diesem Jahr nahmen zwei Tomaten-Gewächshäuser als Joint-Venture zwischen niederländischen Händlern und chinesischen Investoren den Betrieb auf.
Die Niederlande und Belgien sind außerdem wichtige Exporteure von hochmodernen Maschinen und Technologie nach Asien. In der Vergangenheit gingen diese Exporte vor allem nach Neuseeland und Australien. In letzter Zeit werden sie vor allem auf weiter entfernte Märkte exportiert. Die Konkurrenz um den Preis und die Qualität wird seitens der chinesischen Hersteller jedoch immer härter.

Japan und Korea
In diesem Jahr gab es mehr japanische und koreanische Stände. In der Vergangenheit lag der Fokus vor allem auf den Premium-Obst-Exporten des Landes. Dieses Jahr wurden jedoch einige Gemüsesorten vorgestellt.

Japanische und koreanische Unternehmen werden auf den benachbarten südostasiatischen Märkten immer präsenter. Ein Beispiel dafür sind koreanische Unternehmen, die in Vietnam in den Bananenanbau investieren.

Türkei, Ägypten und Griechenland
An den türkischen Ständen zeigten vor allem indische Importeure ein großes Interesse. Dies galt vor allem den frischen Äpfeln, da Indien keine Äpfel mehr aus China importiert. China war immer der größte Apfel-Anbieter für das Land.

Die Chinesen interessieren sich sehr für ägyptische Orangen. Die Ägypter sind bereits in der Exportsaison und haben bemerkt, dass die Nachfrage aus China sehr groß ist. Chinesische Käufer wollen süße und glänzende Zitrusfrucht-Sorten, die makellos sind. Wenn die Früchte beschädigt aussehen, können sie auf diesem Markt nicht mehr verkauft werden.

Die griechischen Stände waren ein wenig unzufrieden mit der Anzahl der Besucher.

Einige Aussteller versuchen, andere Produkte durchzudrücken, aber die moisten Käufer kennen nur die Kiwi-Produktion und die internationalen Verkäufe.


Von Kuehne + Nagel: Direktor of Reefer & Perishables Phil Abraham mit Senior VP Seafreight Frank Ganse und VP Global Reefer Sales Development Robert Mant.

USA und Kanada
Nordamerika ist für Südostasien und den chinesischen Markt der größte Anbieter von frischen Äpfeln, Blaubeeren, Erdbeeren, Kirschen, Zitrusfrüchten und Trauben. Zur Ausstellung kamen einige Bauern und Exportorganisationen. Die Nachfrage in China ist groß, allerdings könnten die Umsätze höher und in anderen Ländern der Region auch stabiler sein.
Die kanadische Kirschernte hat in diesem Jahr wegen des warmen Wetters im Sommer sehr früh begonnen. Die Exporteure konzentrieren sich mit ihren Ladungen auf das Mit-Herbst Fest, das in China eines der wichtigsten Feste ist und Mitte September stattfindet. Das Mit-Herbst Fest ist in diesem Jahr ungewöhnlich spät, da es erst Anfang Oktober beginnt. Da die Exporte früh enden, haben die Exporteure Angst, die Gelegenheit zu verpassen.
Das Kalifornische Erdbeeren Komitee konnte vier Exporteure registrieren, die frische Erdbeeren nach China exportieren. In diesem Jahr sollen außerdem sechs weitere Firmen den Marktzugang erhalten.

Italien und Spanien
Italien exportiert Premium-Kiwis nach China und Südostasien. Das Land will außerdem einen Marktzugang für Äpfel erhalten. Italienische Trauben-Exporteure sagten zudem, dass es eine besonders hohe Nachfrage nach den süßen Sorten gebe.
Spanien exportiert frische Zitrusfrüchte und Pflaumen nach China und eine Reihe an anderen Produkten nach Hong Kong und auf andere asiatische Märkte. Das Land ist in Hong Kong sehr gut präsent. Die erste Pflaumensaison startete im letzten Jahr. Zu Anfang gab es Probleme mit der Qualität, Importstandards, die erreicht werden mussten und den Anforderungen an die Kühllagerung. Allerding muss man dabei bedenken, dass aller Anfang schwer ist und die Exporteure blicken daher positiv in die Zukunft. Beim Export von Zitrusfrüchten könnte es ähnlich sein. Das extrem kalte Wetter gegen Ende der Saison in Spanien und eine Reihe an Streiks an wichtigen, spanischen Häfen zu Beginn des Jahres hatten den Exporteuren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch hoffen sie auf die neue Saison.

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Erscheinungsdatum: 13.09.2017
Autor: Rosanna Sprogis
Copyright: www.freshplaza.de

 


 

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