×
Erhalten Sie schon unseren täglichen Newsletter?
env Die Nachrichten auf unserer Website sind 24 Stunden und sieben Tage die Woche kostenlos für Sie zugänglich. Zudem können Sie unseren Newsletter, der fünf mal die Woche veröffentlicht wird, kostenlos abonnieren.

Abonnieren    Ich bin schon abonniert



Ankündigungen

StellenbörseMehr »

Top 5 - Gestern

Top 5 - letzte Woche

Top 5 - im letzten Monat

Andere NachrichtenMehr »

Wirtschafts-NewsMehr »



Amtlicher check auf Pflanzenschutzmittel
Sind Smoothies rückstandsfrei?

Es wird empfohlen, fünfmal am Tag eine Portion Obst oder Gemüse zu verzehren. Das entspricht etwa 600 g Obst und Gemüse pro Tag. Darauf nehmen einige Hersteller von "Smoothies" Bezug und preisen ihre Produkte als Ersatzportion an.

Smoothies enthalten zwangsläufig das, was ihre Zutaten mit in die Mischung bringen. Daher verwundert es nicht, dass auch Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln (PSM) auffindbar sind.
In 10 von 18 Smoothies (56 %), die sowohl als vorverpackte als auch als lose frisch hergestellte Ware in Verkehr gebracht wurden, fanden sich zwischen einem und fünf Rückstände von PSM. Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten der verwendeten Zutaten für Smoothies gibt es derzeit aber keine gesetzlichen Festlegungen zu Höchstmengen. „Diese Grenzwerte existieren nur für die einzelnen verwendeten Früchte oder Gemüse“, sagt Matthias Denker, stellvertretender Abteilungsleiter der Lebensmitteluntersuchung im LALLF in Rostock. „Es gab keine Höchstmengenüberschreitungen, soweit man das unter diesen variablen Herstellungsbedingungen abschätzen kann.“



Auffällig war eine Probe mit frisch gepresstem Orangensaft. Drei Schalenbehandlungsmittel für Zitrusfrüchte - o-Phenylphenol, Imazalil und Thiabendazol - sind hier nachweisbar gewesen. „Das heißt, dass für die Herstellung von dem frischen Saft wahrscheinlich behandelte Orangen verwendet wurden“, resümiert Denker. „Nicht nur in diesem Fall gilt, dass mit der Verwendung von unbehandelten Zutaten, am sichersten zertifizierten Bioqualitäten, die Belastung mit PSM-Rückständen minimierbar ist“, weiß der Lebensmittelchemiker.

Beanstandet wurden zwei der 18 Proben wegen ungenügender Kennzeichnungen.

„Smoothies sind, wenn man so will, die teuerste Art Obst und Gemüse zu sich zu nehmen“, meint Denker. Das Trendprodukt kann die tägliche Ernährung bereichern, sollte aber kein ausschließlicher Ersatz für frisches Obst und Gemüse sein. In vielen Fertigpackungen sind verarbeitete und erhitzte Bestandteile, wie Fruchtsäfte, enthalten, die kein Ersatz für frisches Obst und Gemüse sind.

Quelle: www.lallf.de

Erscheinungsdatum: 05.09.2017

 


 

Weitere Nachrichten in dieser Branche:

18.06.2018 Kanadier erwarten obligatorische GVO-Lebensmittelkennzeichnung
11.06.2018 "Pfefferminzöl gegen die Keimbildung ist die einzige natürliche Alternative zu CIPC"
30.05.2018 Obstverband gegen die Pestizid-Initiative
25.05.2018 Krankheitsresistente GMO Tomaten, Erdbeeren und Zitrusgewächse in der Pipeline
03.05.2018 Studie Großbritannien: Bakterien in Frischprodukten gedeihen trotz Desinfektion mit Chlor
30.04.2018 Auf der Suche nach Kartoffelfäule in Europa - 2017
27.04.2018 Forscher findet schnelleren Weg um Fingerabdruck von Lebensmittel-Pathogenen zu nehmen
26.04.2018 GS1-Standards für Obst und Gemüse in Europa