×
Erhalten Sie schon unseren täglichen Newsletter?
env Die Nachrichten auf unserer Website sind 24 Stunden und sieben Tage die Woche kostenlos für Sie zugänglich. Zudem können Sie unseren Newsletter, der fünf mal die Woche veröffentlicht wird, kostenlos abonnieren.

Abonnieren    Ich bin schon abonniert



Ankündigungen

StellenbörseMehr »

Top 5 - Gestern

Top 5 - letzte Woche

Top 5 - im letzten Monat

Andere NachrichtenMehr »

Wirtschafts-NewsMehr »



Seit 2015 präsent in Italien
New Delhi Virus: Ein zunehmendes Problem, vor allem für Kürbisgewächse

Tomato leaf curl New Delhi virus (ToLCNDV) ist auf Grund seiner Virulenz ein weltbekannter Virus. Er wurde 2015 in Italien, Sizilien, identifiziert, nachdem er in Spanien, Region Murcia, für gravierende Schäden bei der Zucchini gesorgt hat. Das gilt für die Zucchini auf offenem Feld als auch für die Pflanzungen in den Gewächshäusern und schon 2013, in Almeria. Im Januar 2015 wurde der Virus auch in Tunesien entdeckt, bei Melonen, Zucchini und Gurken aus Gewächshäusern. 

Wirtschaftlich wichtige Kultivierungen sowie Tomate, Aubergine, Kartoffel, Zucchini, Melone, Wassermelone oder Gurke sind betroffen. Er wird bei der EPPO (European and Mediterranean Plant Protection Organization) als Quarantäne Virus aufgelistet, darum sind Präventivmaßnahmen und Kontrollen zwingend notwendig.

Die Symptomatik des Virus besteht aus einer mosaikartigen Gelbfärbung der Blätter, anormales Wachstum der zentralen Maserung, nach unten umgeklapptem Blattrand, mit folgender Beeinträchtigung des Wachstums. Die Frucht bekommt eine raue Oberfläche und Risse und ist somit für den Kommerz unbrauchbar. Wie bei den meisten Viren geschieht seine Verbreitung durch ein Trägerinsekt, Bemisia Tabaci, schon für mehr als 120 Pflanzenviren verantwortlich.

Angesichts der jüngsten Verbreitung des ToLCNDV im Mittelmeerraum ist die Entwicklung entsprechender Kontrollen notwendig. Nach der Erhebung des ToLCNDV in Spanien wurde der B. Tabaci bei Tomaten , Paprika, Gurken, Melonen und Zucchini in verschiedenen Regionen in Spanien gesichtet. 

Das größte Problem liefern die sogenannten kryptischen Spezies des B. Tabaci: Es handelt sich um unterschiedliche Spezies, die kaum auseinander gehalten werden können. Sie unterscheiden sich in molekularer und ökologischer Hinsicht. In Spanien konnten diese Bestände teilweise zur Identifizierung der kryptischen Spezies und der Extrakte des ToLCNDV entschlüsselt werden.

Der ToLCNDV konnte in Verbindung mit den einheimischen kryptischen asiatischen Spezies des B. Tabaci  gebracht werden. Unter den 35 Beständen des in Spanien gesammelten und genetisch sequenziertem B. Tabaci, waren 15 positiv, da sie den ToLCNDV enthielten. Sie begrenzten sich auf die Provinzen in Andalusien (Almeria, Granada, Sevilla und Malaga) und wurden bei Gurken, Zucchini, Tomaten und Melonen gefunden. 

Das lässt schließen, dass sich neben den kryptischen asiatischen Spezies der Virus auch durch die Bestände des mediterranem B. Tabaci  verbreitet hat und somit Kontrollen zur Gesundheitssicherheit der vegetativen Materialien nachdrücklich hervorhebt.

In den Gebieten mit erheblichen Schäden arbeiten Forschungsinstitute daran, resistente Genotypen zu erkennen. An der polytechnischen Universität in Valencia (Spanien) wird an einem Protokoll zur Impfung gearbeitet, an Diagnosemethoden und genetischer Resistenz der Pflanzen: In diesen Monaten gab es einige Veröffentlichungen über die Arbeiten an Kürbisgewächsen, da sie die empfindlichsten sind. Und vor 2 Wochen ist es den Forschern gelungen, Gene zu finden, die für eine Resistenz gegenüber dem Virus sorgen könnten: Eine wichtige Entdeckung für die Entwicklung neuer Virus-resistenter Kultivierungen von Melonen.  

Foto: Dr. Agr. Raffaele Giurato

Erscheinungsdatum: 10.08.2017

 


 

Weitere Nachrichten in dieser Branche:

13.12.2017 Der Obstanbau der Zukunft: Präzis und umweltfreundlich
11.12.2017 Ghana hat 36 Mio Dollar wegen Bann auf Gemüseexporte in die EU verloren
04.12.2017 Überleben von Bakterien durch niedrige Konzentration an freiem Chlor
30.11.2017 17 mal mehr Chemikalien auf Gemüse seit den 1960er Jahren
29.11.2017 Essbare biologische Beschichtungen für Obst
24.11.2017 Agroscope und ebeam sagen Schadorganismen gemeinsam den Kampf an
15.11.2017 EU verschiebt Glyphosat-Erneuerung, da Mitgliedstaaten nicht zustimmen
09.11.2017 Kontroverse in Armenien entfacht nachdem US-Botschaft GVOs fördert
07.11.2017 Bauern in Nigeria werden vor Rückkehr von "Tomaten Ebola" gewarnt
25.10.2017 „Unser Edipeel-Produkt hält reife Avocados doppelt so lang reif“
20.10.2017 Obst, Gemüse, Kartoffeln – Zukünftig zwei Leitfäden für Großhandel und Logistik
17.10.2017 Mit Pestiziden belastete Bio-Karotten in Frankreich gefunden