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Teil 1 von 2
Wie Roboter mal die Welt ernähren werden

Bauern stehen in letzter Zeit, sowohl was die Umwelt, als auch was die Wirtschaft angeht, vor jeder Menge Herausforderungen. Insbesondere der Mangel an Arbeitskräften ist zu einem großen Problem in der heutigen Industrie geworden. Um die Krise effektiv bekämpfen zu können, haben sowohl kleine, als auch große Farmen damit begonnen, den Betrieb auf Automatisierung und Roboter umzustellen, um die Produktivität voranzutreiben und die Ressourcen zu maximieren. Aber wie passt diese hochmoderne Technik in die Welt der Agrarkultur? Und was bedeutet es für die Arbeitswelt der Zukunft?


Lacquey, ein niederländisches Unternehmen, das sich auf Roboter-Technologie für die Lebensmittelbranche spezialisiert hat, hat sich mit FTNON zusammen getan, einem Ausrüstungshersteller, um einen Roboterarm mit einem speziellen Greifer herzustellen. Der Greifer imitiert die menschliche Fähigkeit, Kohl- und Salatköpfe hochzuheben und sie so zu drehen, das sie in die Maschine passen, die den Stiel herausschneidet.

Technologie löst ewige Probleme
"Man muss Technologie als potentielle Lösung für ewige Probleme in der Industrie sehen", sagte Dr. Bob Whitaker, Chief Science an Technology Officer bei der Produce Marketing Association. "Agrarkultur ist auf menschliche Arbeitskräfte angewiesen. Bei der heutigen Situation auf dem Arbeitsmarkt, gibt es jedoch immer weniger dieser Arbeitskräfte. Die Leute wollen solche Jobs einfach nicht machen."

Die Agrarkultur-Technik-Revolution begann mit der Automatisierung. Roboter, wie wir sie heute kennen, würden nicht einmal existieren, wenn es keine automatisierte Transformation von Daten in aktive Aufgaben geben würde. Aber Automatisierung hatte schon immer Grenzen, wenn es darum geht, Wissen aus Daten zu generieren, auf Veränderungen der Umwelt einzugehen und auch im Bereich Multi-Tasking. Das war der Punkt, an dem die Roboter zum Einsatz kamen. Roboter können aus ihren Fehlern lernen und auch komplexen Anweisungen folgen. Dadurch können Bauern die Löcher in ihrem Dienstplan schließen.

Anzahl der Farmarbeiter sinkt stetig
Und das Loch weitet sich aus. Der US Behörde für Agrarkultur zufolge ist die Durschnittzahl an Farmarbeitern in den letzten zehn Jahren von etwa 3,4 Millionen auf nur 1 Millionen gesunken. Zwischen 2002 und 2014 ist die Zahl der Vollzeit-Feld- und Erntearbeitern um mehr als 20% zurückgegangen. Farmen büßen dadurch jährlich 3,1 Milliarden Dollar an Umsatz ein. Die Gründe dafür sind vielfältig: von der begrenzten Einwanderungspolitik, über sinkende Geburtenraten, eine alternde Farmpopulation, bis hin zum Unwillen der Leute, eine derartige Tätigkeit auszuüben. 

Daher kommen in den ganzen USA immer mehr High-Tech-Lösungen zum Einsatz. Robotics.org und IDTechEx zufolge haben Roboter und Drohnen nun einen 3 Millariden Dollar Anteil an der Agrarkultur und die Zahl wird bis 2022 voraussichtlich auf 6 Milliarden Dollar ansteigen. Einige Schätzungen sind sogar noch höher. Wintergreen Forscher gehen davon aus, dass Roboter bis 2020 einen Anteil von 16,3 Milliarden Dollar an der Agrarkultur Industrie haben werden - das wäre 20 mal so viel wie 2013.


Taylor Farms hat mit Soft Robotics zusammengearbeitet, um einen Roboterarm mit "Greifern" zu entwickeln, der frisches Obst und Gemüse sehr vorsichtig behandeln kann.

Lebensmittelproduktion muss sich bis 2045 verdoppeln
Während die Implementierung von Automatisierung und Robotern einen großen Schritt für einige Bauern bedeutet, ist die Innovation nicht nur vorteilhaft, sondern auch notwendig, da die Weltbevölkerung stetig wächst. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass es 2030 8,5 Milliarden Menschen auf dieser Erde geben wird, 2050 werden es demnach 9,7 Milliarden sein. Wegen dieser Zahlen muss sich die Lebensmittelproduktion bis 2045 verdoppeln. Automatisierung und Roboter bieten den besten Weg, um die Nachfrage zu decken. Damit jedoch alle Prozesse zusammen laufen, sind die Bauern noch immer auf menschliche Arbeitskräfte angewiesen.

"Alles entwickelt sich in Richtung von qualifizierteren und professionelleren Arbeitskräften", sagte Whitaker. "Wenn es wirklich ein integriertes System wird, braucht man Leute, die sich mit Ingenieurswesen, Datenanalyse, Produktentwicklung und Agrarkultur auskennen. Man braucht High-End Spezialisten, damit alles funktioniert."

Kontakt:
Karl Smith
PMA
Tel: 001 302-607-2171

Erscheinungsdatum: 09.08.2017

 


 

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