×
Erhalten Sie schon unseren täglichen Newsletter?
env Die Nachrichten auf unserer Website sind 24 Stunden und sieben Tage die Woche kostenlos für Sie zugänglich. Zudem können Sie unseren Newsletter, der fünf mal die Woche veröffentlicht wird, kostenlos abonnieren.

Abonnieren    Ich bin schon abonniert



Ankündigungen

StellenbörseMehr »

Top 5 - Gestern

  • Gestern wurden keine Nachrichten veröffentlicht.

Top 5 - letzte Woche

Top 5 - im letzten Monat

Andere NachrichtenMehr »

Wirtschafts-NewsMehr »



Laut Geert Claes bestehen Nachfrage und Angebot nicht mehr
''Die Erzeuger sind zu modernen Sklaven geworden''

Laut Geert Claes von der belgischen Firma Fruit Innovation Farmers sind Obsterzeuger und die gesamte Agrarbranche die modernen Sklaven der Gesellschaft. "Der Handel treibt Maffiapraktiken. Der Verkaufspreis ist meistens nicht mehr kostendeckend. Mit diesen schlechten Preisen kann man unmöglich überleben." Laut Claes haben die Erzeuger zu lange gedacht, dass allerhand Organisationen und Auktionen unsere Problemen und Interessen vertreten würden. "Die Erzeuger, die immer noch daran glauben, haben keine Ahnung womit sie sich in ihrem Betrieb beschäftigen. Wir Obsterzeuger und der Rest der Agrarbranche müssen die Verantwortung für unsere Zukunft übernehmen."

Handel setzt Erzeuger unter Druck

Er ist der Meinung, dass Nachfrage und Angebot momentan nicht mehr bestehen. "Vor mehr als 50 Jahren, als die Betriebe noch klein waren, war das der Fall. Man musste seine Produkte auf dem lokalen Markt verkaufen und daraus sind die Auktionen entstanden. In der Vergangenheit gab es viele kleinen Läden, die auf der Auktion eingekauft und geboten haben. Wenn es bessere Partien gab, oder wenn weniger Obst da war, mussten diese Händler einander überbieten. Die kleinen Läden sind allmählich von den großen Einzelhandelsketten ersetzt worden. Dort verkauft man am liebsten jahrrund zum gleichen Preis. Als Händler muss man den Preis für eine längere Periode festlegen und am liebsten billiger als ein anderer Händler. Das Obst ist meistens schon verkauft worden, bevor man es angekauft hat. Hier fangen also die Probleme an. Die Händler setzten die Obsterzeuger unter Druck um gegen einen immer billigeren Preis zu verkaufen. Das ist eine Abwärtsspirale, in der Angebot und Nachfrage keine Rolle mehr spielen."



Geert: "Der Staat und die Landwirtschaftsorganisationen kämpfen nicht für uns. Niemand! Die Agrarbranche bleibt sich selbst überlassen. Früher gab es viele kleinen Bauern und aus denen sind die Landwirtschaftsorganisationen entstanden. Der Staat hörte auf diese Organisationen. Die Landwirtschaftsorganisationen sind inzwischen zu mehreren Betrieben geworden, die in mehreren Einzelhandelsbetrieben ein Wörtchen mitzureden haben. Eigentlich sind sie zum Kaufer und Verkaufer geworden. Dennoch sind sie immer noch der Ansprechpartner und das Beratungsgremium des Staates."



Wer bestimmt den Preis?
"Wir haben immer noch das Verkaufssystem von vor 50 Jahren, es passt nicht mehr zu den Betrieben. Der Handel hat sich zu großen Einzelhandelsketten organisiert und wir Obsterzeuger stehen da gegenüber, nicht organisiert. Dennoch haben wir größere Betriebe, in dem man jahrrund produziert, aber wir lassen andere über den Produktpreis entscheiden. Das passiert anscheinend nur in der Agrarbranche. Wenn ich neue Reifen brauche, sagt der Reifenhändler selbst wieviel ich zahlen soll und ich entscheide."

Gibt es Lösungen?
Dennoch gibt es laut des Erzeugers Lösungen. "Wir sollen uns zuerst klar machen, dass wir ein Produkt haben, das andere sich wünschen. Aus diesem Gedanken heraus müssen wir zusammenarbeiten, so dass wir die großen Einzelhandelsketten jahrrund beliefern können. Es wird eine Weile dauern, aber es ist die einzige Lösung. Die Obsterzeuger arbeiten oft für sich, aber sie werden ihren Betrieb noch mehr erweitern müssen. Man sollte bestimmte Arbeiten zusammen erledigen. Mittels Zusammenarbeit kann man ein uniformes Produkt liefern. Es bietet Freiräume für Preisdiskussionen. Im eigenen Betrieb kann man das Maximum erreichen."

Vereine
Geert hofft, dass seine Ansichten andere zu Diskussionen veranlassen werden. Man sollte den eigenen Betrieb kritisch beobachten. "Ich hoffe, dass die Erzeuger sich vereinen werden und Lösungen suchen!"

Für weitere Informationen:
Geert Claes
Fruit Innovation Farmers
Startelstraat 30
3800 Zepperen - Belgium
T: +32 (0) 495 99 76 86
geertclaes@live.be
www.fruitinnovationfarmers.be

Erscheinungsdatum: 07.08.2017

 


 

Weitere Nachrichten in dieser Branche:

19.02.2018 75 Prozent mehr Strauchbeeren in Brandenburg geerntet
19.02.2018 Rekordpreise für spanische Äpfel
19.02.2018 Lieber gequetschtes Obst oder flinkes Gemüse
19.02.2018 Mexikanisches Mangovolumen höher als im letztes Jahr
19.02.2018 ''Harte und geschmacklich süße Zwetschgen sind nicht so einfach zu kombinieren"
19.02.2018 Alaska: Bären spielen entscheidende Rolle bei Verbreitung von Beeren
19.02.2018 Frühe Anzeichen für einen hohen Kiwiertrag
19.02.2018 Eine neue Traubensorte "klingt wie Musik in deinen Ohren"
16.02.2018 Obstbauern hoffen auf bessere Ernte in 2018
16.02.2018 Forscher finden Gen zur Steigerung der Erdbeerproduktion
16.02.2018 "Von einem Defizit bei Trauben ist keine Rede"
16.02.2018 10.000 marokkanische Frauen sollen spanische Erdbeeren ernten
16.02.2018 Das Motto "Probiere es erst, bevor du es kaufst" steigert den Umsatz von Beeren
15.02.2018 Deutliches Preis-Plus bei Äpfeln im Vergleich zum Vorjahr
15.02.2018 Schweiz bewillig Import-Kontingent von 8.000 Tonnen Äpfeln
15.02.2018 Anbaufläche und Erntemenge von Strauchbeeren weiter gestiegen
15.02.2018 Rheinische Erdbeeren werden vor Frost geschützt
15.02.2018 Die ersten Magic Star Äpfel sind nun in Belgien begrenzt erhältlich
15.02.2018 Neue Post-Ernte Technologie für frische Birnen entwickelt
15.02.2018 Indische Trauben erreichen Markt in der EU und Russland