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Belgische Auktionen erlebten trotz schwierigem Jahr 2016 einen Umsatzanstieg

Extremes Wetter und eine schwierige Situation auf den internationalen Märkten machten die Produktionsumstände in Belgien 'äußerst schwierig'. Die VBT nutzt diese beiden Worte, um das Vorjahr in ihrem Jahresbericht zusammenzufassen. Trotzdem stiegen die Verkäufe belgischer Auktionen im vergangenen Jahr wieder an.

Der Gesamtumsatz der angeschlossenen Auktionen belief sich im vergangenen Jahr auf 926,4 Millionen Euro, ein halbes Prozent mehr als im Jahr zuvor. Obwohl dieser Wert leicht gestiegen ist, ist es klar, dass es auf Auktionsebene große Verluste im Verkauf gegeben hat. Die Haspengauw-Auktion verzeichnete einen Umsatzrückgang um fast 43 Prozent. Für die wallonische Erdbeerauktion Criée de Wépion betrug der Rückgang fast 40 Prozent. Dieser beträchtliche Umsatzrückgang wurde durch das schlechte Wetter verursacht, so dass die Auktion nur 60 Prozent seines Umsatzes während der Jahre 2015 und 2014 erreichte.

Das Wetter- ein entscheidender Faktor
Die anderen Auktionen sind für die Entschädigung dieser Rückgänge und das leichte Wachstum verantwortlich. Der Umsatz von REO Veiling stieg beispielsweise um 7,3 Prozent und der von LTV um 5,5 Prozent an. BelOrta und Veiling Hoogstraten erzielten ebenfalls einen Anstieg von 2,1 bis 2,2 Prozent.

Die Ergebnisse wurden stark vom Wetter beeinflusst. Kurz gesagt, der Frühling begann im Jahr 2016 erst spät. Besonders der April war ein kalter, nasser und düsterer Monat. Es folgte ein schweres Wetter im Juni und sehr trockene Sommermonate. Das Wetter in der zweiten Jahreshälfte war zwar weniger extrem, jedoch wurde bereits ein Schaden an den Verkäufen vieler Produkte angerichtet.

Die belgischen Gewächshausbauer investieren in den Fortschritt der Saisons. Die südeuropäischen Investitionen in die saisonale Erweiterung sind allerdings aus dieser Perspektive zu einem schlechten Zeitpunkt gekommen. Das letzte Jahr ist ebenfalls durch eine Überschneidung der Saisons in den ersten Monaten des Jahres gekennzeichnet, was Druck auf die Preise verursachte. Kombiniert mit dem anhaltenden russischen Boykott, standen die Preise für die Tomaten beispielsweise zu Beginn des Jahres unter Druck. Die Situation war für den im Gewächshaus angebauten Salat positiver. Trotz der schwierigen Wintermonate gab es in den Exportmärkten Ende April eine große Nachfrage nach dem Salat.



Verzögerte Versorgung
Allerdings war der April kein positiver Monat für das Freilandgemüse. Das wechselhafte Wetter mit Regen, kaltem Wind und Hagel verzögerte den Saisonstart und die Situation war zwei Monate später nicht viel besser. Das schwere Wetter fiel mit einer Hitzewelle in Südeuropa zusammen, welches sich in diesen Ländern negativ auf die Ernte auswirkte. Eine Dürreperiode folgte, laut VBT, auch in Belgien und führte zu Mängel. Das warme Wetter im September wirkte sich positiv auf den Salat und die Tomaten aus. Zudem erholten sich die Preise aufgrund eines erhöhten Verbrauchs. Diese Wirkung hat die Konsequenzen der niedrigen Tomatenpreise im ersten Halbjahr teilweise kompensiert. Für andere Produkte, wie z. B. Chicorée, endete das Jahr mit guten Preisen und der Markt für Paprika wurde wegen eines frühen Beginns der spanischen Versorgung viel gestört.

Die Ergebnisse im Obstsektor wurden auch durch Witterungseinflüsse und die internationale Marktsituation bestimmt. Für Erdbeeren führte dies zu einem Rückgang der Mengen von zehn Prozent. Die Ernte war vor allem in der Frühjahrsproduktion niedriger. Die größere Versorgung während der Sommermonate glichen diesen Verlust nur teilweise aus, und hohe Temperaturen nahe dem Ende des Sommers führten sogar zu einem Spitzenwert. Es würde bis Oktober dauern, bis die Preise sich normalisiert haben.

Schwieriges Jahr für Top- Früchte
Für die Top-Früchte war das Jahr 2016 nicht weniger problematisch. Die geschlossene russische Grenze behinderte im ersten Halbjahr weiterhin die Landwirte, vor allem die, die Birnen anbauen. Trotz eines guten Saisonstarts und einer guten Nachfrage, wurden die Preise als "mittelmäßig" eingestuft. Zum Sommer hin, sanken die Preise, aufgrund des Wettbewerbs der Sommerfrüchte sogar mehr. Die neue Saison begann ohne eine Überschneidung, obwohl die Konsequenzen des Hagels während des Frühlings spürbar waren. Die Preise stehen durch die Lieferung von beschädigten Früchten unter Druck. Allerdings verlief der Markt reibungslos und große Mengen wurden verkauft, so dass das Jahr mit kleineren Beständen geschlossen wurde.

In der ersten Hälfte des Jahres 2016, gab es für die Äpfel ein ähnliches Bild. Der russische Boykott und die geringere Qualität der Frucht führten zu einem schwierigen Markt. Für den Export war dies, zum Teil wegen der Konkurrenz aus Polen und aus Deutschland, besonders schwierig. Die Preise standen unter erheblichem Druck. Ebenso wie bei den Birnen, wurde die neue Ernte im Juni stark vom Hagel beeinflusst. Die Nichternte wurde nicht genehmigt, so dass die beschädigte Ernte an die Industrie verkauft werden musste. Dies erwies sich als ein schwieriger Markt, wegen einer großen europäischen Apfelernte und einer Industrie, die meistens das osteuropäische Angebot bevorzugte. Zu einem positiven Faktor zählt, dass die neue Ernte auf einem leeren Markt begonnen hat.

Erscheinungsdatum: 17.07.2017

 


 

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