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Übersicht Weltmarkt Erdbeeren

Mit dem Sommerwetter in Nordwest-Europa gibt es eine gute Produktion an Erdbeeren. Andererseits liegen durch das warme Wetter auch Qualitätsprobleme auf der Lauer. Bisher scheint dieses Problem allerdings noch nichts so groß zu sein. Mit dem Mittsommerfestival in Skandinavien steigt die Nachfrage in der Region stark. Der europäische Sektor ist positiv über die Saison. In der VS kommt die Ernte in British Columbia später in Gang als letztes Jahr und gibt es Schaden durch den Winter. Die meisten Erdbeeren werden allerdings in Kalifornien angebaut. Mexikanische Exporteure richten sich hauptsächlich auf den amerikanischen Markt, Export nach Europa ist nicht interessant, da dort selbt große Volumen angebaut werden. 

Frankreich: mehr Produkt aus Marokko
Schätzungen zufolge ist die Ernte in diesem Jahr 3 Prozent höher als im letzten Jahr und 12 Prozent höher als im 5-Jahres-Durchschnitt 2012-2016. Die Saison begann im März mit Preisen, die 3 Prozent höher als der Durchschnitt aus 2012 bis 2016 lagen. Obwohl der Preis gut blieb, gab es zum Ende Monats eine kleine Krise für die runden Erdbeeren. Im April stieg das Angebot, wodurch die Preise abnahmen. Trotzallem war die Situation besser als ein Jahr zuvor.  

Das gute Wetter im frühen Frühjahr sorgt dafür, dass der Produktionskalender normal verläuft. Spanien ist der größte Produzent von Erdbeeren in Frankreich mit einem Marktanteil von 85 Prozent im März 2017. Die Erdbeeren aus Marokko belegen einen Marktanteil von 14 Prozent. Das nordafrikanische Land hat seinen Marktanteil mit 4 Prozent erhöht. Supermärkte machen Reklame mit dem spanischen Sommerkönig. Diese konkurrieren regelmäßig mit dem inländischen Produkt. Der Import stieg im März mit 11 Prozent auf 24.300 Tonnen. Auch der Export stieg mit 14 Prozent. Im Volumen ist dies allerdings ein Fünftel des Importvolumens. 

Die inländische Anbaufläche steht etwas unter Druck und beläuft sich auf 3.770 Hektar. Der Freilandanbau macht Platz für den Gewächshausanbau, der immer größer wird. 



Italien erwartet normale Saison
Die letzten Monate waren schwierig für den Erdbeerhandel. Ursache ist eine Überschneidung wegen des abnormalen Wetter. Erzeuger müssen über neue Sorten, die angebaut werden müssen, nachdenken. Zentral-Norditalien probiert nicht zu früh mit der Produktion zu starten, um Überscheidung mit dem Süden zu vermeiden. Die Region benutzt spätere Sorten. Normalerweise wird im Frühjahr gepflanzt, wonach in den Sommermonaten geerntet wird. In den Sommermonaten wird wieder gepflanzt für die Ernte im Frühjahr. 

Die jetzige Saison verläuft abnormal. Die Produktion in verschiedenen europäischen Ländern ist später als normal, was einem Händler zufolge günstig für die Erdbeeren aus Val Martello ist. Die Ernte hat angefangen und der Höhepunkt wird Ende Juni und in den ersten drei Wochen von Juli erwartet.

Erwartungsgemäß bleibt die Ernte mit 400 Tonnen stabil gegenüber dem Vorjahr. Ein Erzeuger berichtet, dass er dieses Jahr auf eine größere Produktion gesetzt hat, aber das Wetter im April machte den Erdbeeren zu schaffen. Man erwartet aber eine gute Saison, da es keine Überproduktion gibt. Die Preise sind gut und Erzeuger sind optimistisch. Die Saison dauert bis Ende August. Der Großteil (99%) der Val Venosta Erdbeeren ist für den inländsichen Markt bestimmt. Eine kleine Menge wird nach Österreich exportiert. Die Elsanta hat einen Anteil von 70 Prozent im Anbau, gefolgt von der Darselect (15 Prozent).  

Spanien beendet gute Saison
In der Provinz Avilla hat die Ernte angefangen. Durch diesen Anbau, kann man ganzjährig Erdbereen anbieten. Wenn die hohen Temperaturen in Huelva den Erdbeermarkt dort beenden lassen, folgt die Saison in Castille-Leon zwischen Juni und November. Ein Erzeuger berichtet, dass er positiv über die Saison in Huelva ist, die im Mai beendet wurde.

Die Saison schloss mit 320.000 Tonnen verhandelte Erdbeeren auf dem Zähler. Dem Händler zufolge, war diese Saison "viel einfacher als normal und mit stabilen Preisen". Das sind gute Neuigkeiten für die Erzeuger nach drei oder vier schlechten Jahren. Die Fläche stand in den letzten Jahren unter Druck und nahm mit 8 Prozent ab. 

Griechenland setzt auf den Mittleren Osten
Ein Händler berichtet begeistert von der Erdbeersaison: dies ist das dritte wachstumsreiche Jahr in Folge. Das Unternehmen setzt auf Export in die Golfstaaten und untersucht neue Märkte in Asien. Der Boykott von Qatar durch arabische Länder erschwert den Transport. Mit Luftfracht ist der Markt allerdings noch erreichbar.

Niederlande: Hohes Angebot Freiland- und Stellagenanbau
Erdbeeren gibt es derzeit in Holland in hohen Mengen. Wo die Durchschnittsproduktion im Frühjahr noch etwas zurückblieb, ist dies inzwischen wieder vollständig aufgeholt. Und über die Preise kann man sich auch nicht beschweren. Durch das Mittsommernachtsfestival gab es letzte Woche noch eine gute Nachfrage aus Skandinavien, aber das ist nun vorbei. Deutschland ist mit seiner eigenen Produktion recht selbstversorgend, also müssen sich holländische Exporteure derzeit vor allem auf Belgien und Frankreich richten. "Die Nachfrage ist gut, aber die Temperaturen der letzten Woche waren für die Markthändler eigentlich zu hoch, um Erdbeeren verkaufen zu können."  

Letzte Woche gab es noch einen recht hohen Preisunterschied zwischen der geschützten Zucht und dem Freilandanbau, aber der Unterschied ist nun etwas geringer. Momentan geht der Freilandanbau, genau wie der Stellagenanbau, voll in Produktion, was bedeutet, dass diese Woche und auch nächste Woche das Angebot recht hoch sein wird. Händler erwarten, dass der Preis hierdurch wohl etwas unter Druck stehen wird. Durch die verschnellte Reifung werden in ein paar Wochen weniger Erdbeeren auf den Markt kommen.  

Belgien: hohe Zufuhr bei Versteigerungen
Es gibt ein großes Angebot von Erdbeeren. Ein Versteigerungshaus berichtet, dass 1.500 Tonnen angeliefert wurden. In den letzten 7 Wochen sind mehr als 11.500 Tonnen Erdbeeren auf der Versteigerungsuhr verhandelt, was gute 1.600 Tonnen pro Woche bedeutet. Mit diesen Zahlen liegt das Angebot 8 Prozent höher als im letzten Jahr und 23 Prozent höher als im Jahr 2015. Die Nachfrage ist gut und zum Ende der letzten Woche sind die Preise gestiegen. Durch das warme Wetter ist die Saison verfrüht. Die Versteigerung erwartet aufgrunddessen auch einen Rückschlag im Angebot in den kommenden Wochen. 

Britische Saison startet früh
Durch den milden Winter konnten die ersten Erdbeeren im Norden bereits im Februar geerntet werden, so berichtet ein schottischer Erzeuger. Letzte Woche war es allerdings warm mit 30 Grad, was sich in Qualitätsprobleme auswirkt. Die Einzelhändler hatten letzte Woche viele Aktionen mit den Erdbeeren, wodurch die Preise auf dem freien Markt stiegen. Die Nachfrage ist gut und wird, mit dem Tennisturnier Wimbledon in Voraussicht, weiterhin steigen. Während des Turniers steigt der Erdbeerkonsum stark bis auf 28.000 Kilo britischer Erdbeeren, was mehr als 140.000 Portionen bedeutet. Die Erdbeeren werden mit insgesamt 10.000 Liter Schlagsahne serviert. 

Mangel an Erdbeeren wegen Mittsommernachtsfest
Vorletzte Woche war die Stimmung noch gut und wurde genug Volumen erwartet für das Mittsommernachtsfest. Letzte Woche bekamt ein Lieferant eines großen Einzelhändlers Angst, dass es eventuell zu wenig Sommerkönige geben wird. Er hatte Glück, dass er aus den Niederlanden importieren konnte, um seine Lücken zu schließen. Auch anderen Händlern zufolge wird es Mangel geben. Durch das kühle Frühjahr ist die Ernte von Weichobst verzögert. Erzeuger erwarten 70 Prozent weniger Angebot in der Woche des Festes. Freitag, den 23. Juni war das Mittsommernachtsfest in Schweden. Es ist eines der größten Feiertage des nördlichen Landes und wird mit Erdbeeren und Kartoffeln gefeiert. Das Wetter war gut in dieser Woche. "Letzte Woche hatten wir noch gute Volumen und niedrige Preise", berichtet ein Händler. "Das Wetter ist wieder gut und wird erwarten nach dem Feiertag wieder normale Volumen." Zum Feiertag hin steigt die Nachfrage nach lokalen Erdbeeren.

Nordamerika: später Saisonstart British Columbia
Kalifornien ist die größte Erdbeeranbauregion in Nordamerika. Der Anbau ist vor allem in den Regionen Santa Maria, Wastsonville und Salinas zu finden. Das Angebot ist gut und bleibt erwartungsgemäß während der Sommermonate stabil. Die kalifornische Produktion erreicht zwischen Mitte Juni und Mitte Juli seinen Höhepunkt. Der USDA zufolge sind die Preise vergleichbar mit denen von vor einem Jahr: 9 bis 10 Dollar pro Kiste (8 Schalen von 500 Gramm) für herkömmliche und 10 bis 12 Dollar für Biologisches Produkt. 

In British Columbia ist die Ernte um drei Wochen verzögert. Dieses Jahr fing die Ernte am 5 Juni an. Momentan ist das Volumen noch begrenzt, aber laut Erwartungen wird es später in der Saison noch steigen.  

Durch den Winter in diesem Jahr ist die Ernte kleiner. Ein Erzeuger berichtet, dass der Winter einen Schaden von 70 Prozent auf einem Feld verursachte. Andere Felder wurden nicht so schwer getroffen mit einem Verlust von 10 Prozent. Der Anbau befindet sich im Fraser Valley und Vancouver Island.

Mexiko richtet sich auf die VS
Die Saison fängt Ende September/Oktober an und läuft bis März. Das Ende der Saison wird auch durch die Preise gekennzeichnet. Der wichtigste Exportmarkt liegt in Nordamerika. Durch die Produktion in Europa und unter anderen auch Ägypten ist Export auf unseren Kontinent nicht interessant. Die VS hat auch eigene Produktion aus z. B. Kalifornien, aber der Markt hat eine viel höhere Nachfrage. Dadurch kann Mexiko die Erdbeeren auf diesem Markt ohne Weiteres absetzten. Die Preise auf dem Markt bestimmen das Ende der Saison. Wenn die Preise hoch bleiben, bleibt das Land bis April auf dem Markt. Wenn die lokale, amerikanische Produktion beginnt, nehmen die Preise ab, und dann wählen die mexikanischen Produzenten, um den Rest als gefrorenes Produkt zu verkaufen. 

Im Januar stieg der Export mit 63,1 Prozent und kam auf 88,7 Mio Dollar. Das wird aus inoffiziellen Daten deutlich. Zwischen 2013 und 2016 stieg der Export mit 55.9 Prozent von 417,5 Mio Dollar auf mehr als 650,8 Mio Dollar im letzten Jahr. Das spiegelt einen durchschnittlichen Wachstum von 11 Prozent pro Jahr wieder. Die wichtigsten Absatzmärkte sind die VS, Kanada, Brasilien, Saudi-Arabien und das Vereinigte Königreich. 

Australien: gutes Angebot, niedriger Preis
Im gesamten Land werden ganzjährig Erdbeeren angebaut. Traditionell gesehen ist es ein Sommerprodukt mit der Saison zwischen Oktober und Mai. Durch verschiedene Techniken zu gebrauchen, ist es möglich, um zwischen Juni und September Erdbeeren anzubauen. 

Queensland ist nun auf dem Markt. Einem Erzeuger zufolge sind die Bedingungen perfekt. Die Temperatur tagsüber liegt etwas unter 30 Grad und die Nächte sind kühl. Der Produzent betont allerdings die schnelle Preisabnahme im Vergleich mit anderen Jahren. "Normalerweise haben wir Mitte Juli nicht diese Preise".

Erscheinungsdatum: 26.06.2017

 


 

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