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Übersicht Weltmarkt Zitronen

Nach den guten Marktbedingungen im letzten Jahr, in dem die Preise extrem hoch waren, hat sich die Marktsituation jetzt normalisiert. Die spanischen Bauern sehen ein Überangebot auf dem Markt. Auch die Prognosen für die südafrikanische Ernte sehen gut aus. Der Fokus liegt jedoch vor allem auf Argentinien, da dieses den südafrikanischen Exporteuren zufolge, den Markt stark beeinflusst. Das Land kam ein paar Wochen früher als Konkurrent für Spanien auf den Markt. Allerdings gibt es in dem südamerikanischen Land eine große Nachfrage seitens der Industrie. Daher sind die Preise für die Bauern in diesem Segment sehr gut, was den Export weniger interessant macht. 

Südafrika: Größere Ernte, Konkurrenz auf dem Markt
Im Norden des Landes haben einige Bauern ihre Ernte beendet, aber es gibt im Norden und am Kap noch immer große Mengen, die gepflückt und gepackt werden müssen. Bis Woche 23 wurden deutlich größere Mengen verschifft, 1,1 Millionen Kisten von jeweils 15 Kilo mehr als im letzten Jahr. Das ist ein Anstieg um 13% (8,8 Millionen Kisten im Vergleich zu 7,7 Millionen Kisten im letzten Jahr). Die Zahl steigt weiter an und liegt inzwischen bei 10,7 Millionen Kisten, ein Jahr früher waren es 8,6 Millionen gewesen. Der neusten Schätzung zufolge wird das Erntevolumen insgesamt bei 17,5 Millionen Kisten liegen. 

Russland ist ein Wachstumsmarkt. Das Land importierte 20.000 Tonnen Zitronen aus Südafrika und Argentinien. Dadurch gibt es ein Überangebot und die südafrikanischen Exporteure machen sich Sorgen. Im Mittleren Osten und Europa sind die Preise wegen des Angebots aus Argentinien uns Spanien niedriger als im Vorjahr. Die Preise im Fernen Osten schwanken.

Unter den Exporteuren herrscht ein wenig Zurückhaltung, was den Export nach Europa angeht. Grund dafür sind die Ergebnisse der CBS Kontrolle. Andererseits gibt es eine große Anzahl an CBS freien und CBS sicheren Plantagen in Südafrika, die die europäische Nachfrage decken können.



Argentinien: Große Nachfrage seitens der Industrie
Die Saison entwickelt sich anders als die vorangegangene. Der Hauptgrund dafür ist die längere spanische Saison, wodurch mehr Verna Zitronen erhältlich sind. Ein Exporteur sagt, dass die ersten Container bereits nach Europa verschifft wurden. Diese ersten Container kamen vor etwa einer Woche an, obwohl es noch immer ein oder zwei Wochen dauern wird, bis größere Mengen auf den Markt kommen. Der Fokus der Exporteure liegt auf Europa; die USA scheinen weniger interessant zu sein. Andere Exportziele für südafrikanische Länder sind Russland, Südostasien und Kanada. Die Märkte werden wegen der spanischen Dominanz auf dem europäischen Markt vorgezogen. Die Exporteure bevorzugen einen leeren Markt und mit dem spanischen Angebot auf dem europäischen Markt ist die Situation nicht ideal, auch wenn sie wissen, dass Spanien größere Kaliber anbietet und somit noch eine Lücke für kleinere Kaliber aus Argentinien bliebe.

Im Vergleich zum letzten Jahr gibt es größere Mengen verfügbar und die Qualität verbessert sich. Allerdings gibt es eine große Nachfrage seitens der Industrie, weshalb die Preise rasant steigen. Daher wird davon ausgegangen, dass alle Bauern sich dafür entscheiden werden, die Industrie zu beliefern, weil es weniger riskant ist als der Export und mehr Gewinn bringt.

Mexiko: höchste Preise in Guerrero
Ein aktueller Bericht gibt einen Überblick über die Preisentwicklungen der mexikanischen Produktionsregionen Colima, Guerrero, Michoacan und Oacaca. Der höchste Preis wird in der Guerrero Region gezahlt, wo die Bauern 5,87$ pro Kilo bekommen. Bauern in Oaxaca machen den kleinsten Gewinn: 4,06$ pro Kilo, während die Produzenten in den anderen zwei Regionen zwischen den beiden Zahlen liegen. Colima und Michoacan sind die größten Produktionsregionen. Zwischen Januar und März war der Preis mit 17,69$ pro Kilo, der im März in der Michoacan Region gezahlt wurde, am höchsten. In Colima war der Preis für ein Kilo Zitronen etwa um 20 Cent niedriger.

Die Zahlen zur Ernte in den verschiedenen Regionen verschaffen einen guten Überblick über die Mengen. Michoacan berichtete von einer Ernte von insgesamt 78,000 Tonnen (48%). Damit ist die Region mit Abstand der größte Produzent. Colima liegt mit 28,560 Tonnen (24%) auf dem zweiten Platz. Oaxaca (16.040 Tonnen, 20%) und Guerrero (2.000 Tonnen, 8%) folgen.

US: Guter Markt für Bio-Zitronen, kleines Angebot
Das Angebot an Bio-Zitronen scheint kleiner zu werden, nachdem die Marktsituation lange Zeit gut war. Das passiert in jedem Jahr zu dieser Zeit. "Das Angebot war im letzten Jahr großartig, vor allem wenn man bedenkt, dass wir im letzten Jahr einen Engpass hatten", erklärt ein Bio-Zitronen Händler. Im letzten Jahr erreichten die Preise bis zu 100$ pro Kiste, obwohl die Händler dennoch nur kleine Margen verdienten.

Jetzt wo das Zitronenangebot zurückgeht, verändern sich die Preistrends. "Zwischen Januar und März waren Zitronen günstig, die Preise sind ab Ende April gestiegen." Dieser Preisanstieg ging im Mai weiter. Zurzeit kosten Zitronen 30$ pro Kiste. Nächste Woche wird sich der Preis verdoppeln und bis zum Ende des Sommers könnten die Preise bei 80$ bis 100$ liegen, so der Händler. Ein Grund für den starken Anstieg ist auch die große Nachfrage. Der Händler erklärt, dass seine Zitronen aus dem Südwesten und Westen des Landes kommen, vor allem aus Kalifornien und Mexiko. Florida spielt als Zitronenanbieter keine so große Rolle mehr. Vielleicht wird es Ende des Sommers zu einem Unterangebot kommen, bevor Spanien auf den Markt kommt.

Russland wird von Zitronen überflutet
Ein Händler beschreibt die Marktsituation als "sehr schwierig". Ihm zufolge sind die guten Gewinne, die im letzten Jahr gemacht wurden, der Grund dafür. Damals gab es ein Unterangebot und die Importeure haben sich daraus ihren Vorteil gezogen. "Ich denke, dass viele Importeure darauf gehofft haben, dass die Situation auch in diesem Jahr eintreffen wird." Daher ist das Volumen, das zurzeit auf dem Markt verfügbar ist, 60% größer als im letzten Jahr. Die Preise sind folglich extrem niedrig. Sie sind in den letzten Minaten unter Druck geraten. Letzten Monat kosteten Zitronen zwischen 110 und 120 Rubel pro Kilo, diesen Monat ist der Preis auf 70 bis 80 Rubel gesunken, was weit unter den Produktionskosten liegt.

Dem Importeur zufolge wurde die Situation durch Qualitätsprobleme der argentinischen Zitronen noch schlimmer. "Die südafrikanischen Zitronen sind gut. Wir pflegen eine lange Beziehung und die Bauern schicken uns die Qualität, nach der wir fragen. Leider ist das bei argentinischen Exporteuren anders", beschwert sich ein Händler. Dem Importeur zufolge haben 60 bis 80% der argentinischen Zitronen eine schlechte Qualität, die Schale ist beschädigt. Er zieht es in Betracht, die Beziehungen zu argentinischen Exporteuren noch einmal zu überdenken. Die Nachfrage aus dem russischen Einzelhandel wird immer strenger, wodurch es manchmal unmöglich ist Klasse II Produkte zu verkaufen.

Dubai: Qualität unterdurchschnittlich
Ein Händler erzählt uns, dass die Qualität der Früchte, die in dem Land ankommen, oftmals unterdurchschnittlich ist. Er kauft südafrikanische Zitronen vor Ort, weil er nur eine kleine Menge verkauft. Insgesamt sind Zitronen nicht das wichtigste Produkt im Sortiment. Es wird gezielt nach südafrikanischen Zitronen gefragt, da sie eine längere Haltbarkeit haben als die argentinischen. Trotzdem begannen die Zitronen bereits nach ein paar Tagen im Kühllager zu faulen.

Israel: Preise steigen nach der Erntezeit
Genau wie im letzten Jahr sind die Preise in Israel mit 3,50 und 5 Euro im lokalen Supermarkt, hoch. Die lokale Produktion endet im April. In den folgenden Monaten kommt das Angebot aus dem Lager. Während des Höhepunkts der Erntesaison, Februar bis März, ist das lokale Angebot groß und die Preise sind für gewöhnlich halb so hoch, wie sie es zurzeit sind. In dieser Zeit ist dann auch die Nachfrage etwas niedriger. Wegen der niedrigen Preise entscheiden viele Bauern sich für den Export. Auch wenn israelische Zitronen als den türkischen und spanischen Zitronen unterlegen angesehen werden, kann das Obst Lücken auf dem Markt schließen. Letzte Saison wurden etwa 2.000 Tonnen exportiert, vor allem nach Italien und Frankreich.

Zitronenanbau bleibt ein kleiner Teil im Zitrusfrucht-Sektor. Von den 20.000 Hektar mit Zitrusfrüchten in dem Land, sind nur 1.700 mit Zitronenbäumen bepflanzt. Es sollte angemerkt werden, dass es viele Zitronenbäume in Parks und Gärten gibt und diese die Nachfrage abseits des kommerziellen Markts decken.

Griechenland: Preise seit Jahren unter Druck
Der Markt wird mit Zitronen aus Italien, Spanien, der Türkei und Argentinien überflutet. Folglich sind die Preise seit Jahren niedrig. Das Land exportiert auch Zitrusfrüchte in nahegelegene Länder wie Bulgarien, Mazedonien, Montenegro und Albanien. "Es ist wichtig zu wissen, wie die Nachfrage auf dem Markt aussieht, weil die unterschiedlichen Märkte unterschiedliche Anforderungen haben", sagt ein Händler. Er erklärt, dass argentinische Zitronen einen guten Ruf haben, was die Qualität angeht, aber der Preis oft höher ist, als der der Früchte aus den Nachbarländern. Argentinische Zitronen kosten etwa 1,50 Euro pro Kilo. Türkische Zitronen hingegen nur 1,15 pro Kilo und spanische Zitronen liegen bei 0,75 Euro pro Kilo. Durch die starke Konkurrenz sind die Preise unter Druck, auch wenn die Nachfrage steigt.

Italien beendet Saison mit hohen Preisen
Im Osten Siziliens herrscht Aufregung auf dem Markt. Auch wenn die Produktionssaison fast vorbei ist, ist die Nachfrage gut. Es gibt mehr Nachfrage als Angebot. Die Marktsituation ist der aus dem letzten Jahr zurzeit sehr ähnlich. Der Preis für Verdello Zitronen ist sehr hoch. Allerdings kommen die ersten Ladungen aus Südafrika an, um die Situation etwas zu entspannen. Innerhalb von ein paar Wochen, wird das italienische Angebot erschöpft sein. Die letzten Mengen werden auf dem lokalen Markt verkauft werden und die Einzelhändler werden auf Zitronen aus Übersee umsteigen.

"Alle zwei Tage verändern sich die Zitronenpreise und zurzeit steigen sie", bestätigt ein Händler aus Cesena. Die Saison für Bianchetto Zitronen ist fast vorbei. Darauf folgt Verdello. Die Zitrone ist besonders für die Industrie und weniger für den frischen Konsum geeignet. Die Saison wird etwa noch 15 Tage dauern, bevor dann die neue Saison im Oktober beginnen wird.

Ein Bauernverband im Süden des Landes hat 50 Hektar Verna Zitronen gepflanzt. In den kommenden Jahren soll die Anbaufläche noch erweitert werden. In den nächsten vier oder fünf Jahren könnte es sich zu einer "bedeutenden Produktion" entwickeln."

Spanien hat Angst, dass das Überangebot Realität wird
Der spanische Sektor hatte Angst vor einem Überangebot an Verna Zitronen, die Sorte, die zurzeit auf dem Markt ist. Aus der Angst ist Realität geworden. Die Ernte ist doppelt so groß wie im letzten Jahr ausgefallen und die Konkurrenz aus anderen Ländern ist stärker geworden. Die große Ernte in Spanien fällt mit einer guten argentinischen und südafrikanischen Ernte zusammen. Im Mai waren bereits die ersten argentinischen Zitronen in Russland auf dem Markt, auch wenn die ersten Ladungen für gewöhnlich erst im Juni ankommen. Auch die Türkei, die Zitronen aus dem Lager anbietet, exportiert einige Mengen in die Nachbarländer.

Ein weiteres Problem für den spanischen Sektor sind die Größen. Ein großer Teil der Zitronen ist nicht besonders attraktiv für den Verkauf, weil es viele große Kaliber gibt. Wenn man diese Mengen ausrechnet, würde es kein Überangebot auf Märkten wie Frankreich oder Deutschland geben. In Osteuropa gibt es ein Überangebot, so die Exporteure. Die Preise spielen eine wichtige Rolle.

Der Markt ist ruhig, aber die Preise sind gut. In Woche 23 lagen sie bei 57 bis 67 Cent pro Kilo. Es gibt noch immer viel Spekulation in diesem Bereich. Händler kaufen das Produkt, um es wieder zu verkaufen. Für die nächste Saison warnt ein Exporteur davor, dass das Angebot aus Spanien und Südafrika noch größer ausfallen könnte, weil die Anbaufläche vergrößert wurde. Das Wachstum in Argentinien und der Türkei wird moderater ausfallen.

Die Verna Saison wird in den nächsten Wochen beendet werden. Die Konkurrenz von Früchten aus Übersee wird dann zunehmen.

Belgien: keine Angst for extremen Preisen
Ein belgischer Importeur betont, dass es zurzeit sowohl spanische Zitronen, als auch Zitronen aus Übersee auf dem Markt gibt. Ihm zufolge ist die spanische Saison in diesem Jahr länger. Sie geht bis Ende Juni/ Anfang Juli. "Die Qualität von spanischen Zitronen ist noch immer gut und die Preise sind ziemlich hoch." Er denkt nicht, dass die Preise so stark ansteigen werden wie im letzten Jahr. "Es gibt jetzt genug Angebot, daher denke ich nicht, dass das passieren wird."

Die Niederlande: Prognose für südafrikanische Zitronen nicht vollständig erfüllt
Die Zitronensaison hat ein bisschen später begonnen, auch wenn mehr nach Europa verschifft wurde, als zur gleichen Zeit im letzten Jahr. Die Preise sind mit etwa 23 bis 25 Euro gut, aber sie sind niedriger als erwartet. Die zu optimistischen Prognosen kamen durch die guten Preise der letzten Jahre zustande. Der Trend muss irgendwann enden, da die Anbaufläche immer weiter vergrößert wird und sich das folglich auf die Preise auswirkt.

Australien: Exportmarkt wächst
Letztes Jahr wurden 3.400 Tonnen Zitronen exportiert. Die Verkäufe auf dem internationalen Markt sind von 1 Millionen Dollar in 2012 auf 8,5 Millionen Dollar in 2016 angestiegen. Die größte Nachfrage stammt aus Indonesien, das 68% der Exporte ausmacht. Danach kommen Singapur (11%) und die Philippinen (6%). In den letzten Jahren gab es etwas wenig Angebot, wodurch die Umsätze sehr gut waren. Die Anbaufläche wird in vielen Regionen des Landes erweitert.


Erscheinungsdatum: 19.06.2017

 


 

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