Jan van der Lans über Mangel auf dem Zwiebelmarkt:

"Ich erwarte in der kommenden Saison sogar südafrikanische Zwiebeln in Europa"

 

44 Prozent weniger Zwiebeln, so lautete gestern die vorläufige Ernteschätzung des CBS (Statstikbüro) in den Niederlanden. Die Erwartung ist, dass die Nachfrage nach Importzwiebeln im nächsten Frühjahr explodieren wird. "Sie können sich auf das Interesse von Importeuren, Verpackern und Supermärkten verlassen", sagt Jan van der Lans, der seit Jahren Zwiebeln aus Neuseeland, dem australischen Festland, Tasmanien, Chile und Ägypten importiert. "Aber diese Länder rechnen sich natürlich auch reich." 

Eine größere Produktion ist in Neuseeland kein Thema. "Diese Anpflanzung ist beendet. Das Wetter ist prima und man erwartet eine normale Produktion. Die Menge für den europäischen Markt wird allerdings größer sein, denn hier wird überall nach Alternativen gesucht." In den letzten Jahren waren Importe für bestimmte Importeure reserviert. Der Trend ging dahin, so spät wie möglich mit neuseeländischen Zwiebeln zu beginnen und so viel wie möglich lokal zu kaufen. Nun versucht jeder, seine Beziehungen zu den Neuseeländern zu festigen, aber ich erwarte, dass die Exporteure ihren Kunden treu bleiben werden. Sie brauchen uns nächstes Jahr wieder und dann kann die Situation ganz anders sein." 

"Dass die Situation einzigartig ist, ist klar. Momentan verkaufen wir hauptsächlich holländische und französische Zwiebeln, aber es herrscht nun einmal Mangel. Wir verkaufen noch einige Zwiebeln nach England, aber unsere Preise sind derzeit höher als für englische Zwiebeln, obwohl es dort auch Mangel gibt. Aber es ist sicherlich spannend, wie sich die nächsten Monate entwickeln werden. Ich erwarte, dass wir hier in der nächsten Saison sogar südafrikanische Zwiebeln sehen werden, denn die können bereits ab Mitte Februar auf den Markt kommen."

"Alternativen gibt es nicht viele: Man kann Zwiebeln in der Ukraine kaufen, aber die Kunden möchten auch mit GlobalGAP und vorzugsweise auch mit sozial zertifizierten Zwiebeln arbeiten. Diese Alternativen gibt es nicht einfach so. Die Zwiebeln werden dadurch auch nicht billiger, aber wir dürfen auch nicht übertreiben: Für holländische Zwiebeln zahlen wir jetzt zwischen 30 und 40 Cent, aber wir verkaufen auch 4,5 Kilo Trauben für 13 Euro und 15 Kilo Orangen für 12 Euro. Bei den Zwiebeln war dies eine Weile her", relativiert Jan. 

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